Seniorenvertretung in der Stadt Lingen (Ems)

Wir für Euch!

Presseberichte

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Dienstag, 30. Oktober 2018

Große Resonanz beim Tag der Lingener Senioren

Informieren, Mitmachen, Schauen: Abwechslungsreiches Programm in der Halle IV in Lingen

Alles rund um Gesundheit und Lebensfreude bis ins hohe Alter stand im Mittelpunkt des „Tages der Lingener Senioren“. Dazu hatte die Seniorenvertretung anlässlich ihres 30. Geburtstages am Wochenende in die Halle IV eingeladen.

Von Anne Bremenkamp

LINGEN Informieren, Mitmachen, Schauen: Die auf große Resonanz gestoßene Seniorenmesse am vergangenen Wochenende war ein buntes und belebtes Forum für Austausch, Erkundigung und Begegnung. Zu den 33 ganz individuellen Ausstellern zählten Mitgliedsvereine und Verbände der Seniorenvertretung, verschiedene Senioreninstitutionen sowie Lingener Firmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen für Menschen in der zweiten Lebenshälfte präsentierten.

 

In persönlichen Gesprächen gab es viele Anregungen und Tipps für alle Generationen. Begeisterten Anklang fand das abwechslungsreiche Bühnenprogramm: So offerierte der fröhliche Kinderchor „Am Kirchblick“ auf äußerst unterhaltsame Weise altes Liedgut. Auch beim Rudelsingen mit Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone oder bei den Auftritten des Fanfarenzugs Damaschke, der Heimathausmusikanten Darme, der Tanzschule Lorenz oder dem „up Platt“ Dönkes vertellenden Heimatverein Darme stand der gute Ton im Vordergrund.

 

Die „knackigen Knochen“ in Bewegung brachte nicht nur die Seniorengymnastikgruppe Injoy, sondern auch Motivator Reinhard Falkuß, der mit seinem Mitmachprogramm nicht nur den Körper, sondern auch den Geist ansprach.  Auf großes Interesse stießen zudem diverse Fachvorträge zu seniorenrelevanten Themen. Referiert wurde beispielsweise zum richtigen Umgang mit Medikamenten, zu integrativer Medizin bei Arthrose, zu medizinischer Kosmetik, zum Verständnis von Fahrer-Assistenz-Systemen, zum Wohnen im Alter sowie zur Kür nach der Pflicht: „Was man tun kann, wenn man nichts mehr tun muss?“

 

Wie wichtig Mitgestaltung des Gemeinwohls, Teilhabe in der Gesellschaft und der Schulterschluss mit den jüngeren Generationen gerade im Alter sind, das unterstrichen im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ingrid Hermes und ihre Stellvertreterin Ursula Ramelow, die Vorsitzende des niedersächsischen Landesseniorenrates Ilka Dirnberger als Schirmherrin der Seniorenmesse und Oberbürgermeister Dieter Krone. 1988 lebten in der Stadt Lingen noch 8.000 Senioren, heute sind es rund 15.000. Sie alle können, so zeigte sich Dieter Krone überzeugt, nur profitieren vom reichhaltigen Sport- und Kulturangebot der Emsstadt, um aktiv und aufgeschlossen zu bleiben.

 

Rein ehrenamtlich  

Der Oberbürgermeister würdigte ebenso wie Ilka Dirnberger die hervorragende Arbeit der Lingener Seniorenvertretung als einer von 225 in ganz Niedersachsen. Der rein ehrenamtlich tätigen Seniorenvertretung gehörte über 25 Jahre, davon alleine 15 Jahre im Vorstand, auch die heute 87-jährige Brunhilde Többen an, die für ihren langjährigen Einsatz geehrt wurde. „Wir werden immer älter, aber wir werden auch immer fitter“, unterstrich abschließend Ilka Dirnberger. Es gelte, aus der Freiheit und Freizeit eines langen Lebens möglichst viel zu machen.


Für ihr langjähriges Engagement im Vorstand der Lingener Seniorenvertretung ehrte Ingrid Hermes und Ursula Ramelow (2. Und 3. V.l.) die 87-jährige Brunhilde Többen (links)                                                                   Foto: Anne Bremenkamp

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Samstag, 27. Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Freizeit

Senioren wollen keine ruhige Kugel schieben

Viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung












Boule wird in Lingen immer beliebter: Das Bild zeigt Spielerinnen und Spieler auf der Anlage bei der Halle IV an der Kaiserstraße.

Foto: Felix Reis

Vergangenen Montag war der Buchstabe "A" dran. "A" wie Ahlrichs. Der Lingener Walter Ahlrichs, inzwischen 82 Jahre alt, macht seit vielen Jahren mit einer Gruppe Gleichgesinnter am Wochenanfang eine Radtour. Jeden Montag organisiert ein anderer die Strecke, je nachdem, welcher Buchstabe im Alphabet zum Nachnamen des Gruppenmitglieds passt.

Von Thomas Pertz

LINGEN Mit den regelmäßigen Radtouren ist Ahlrichs 1995 angefangen, als er in Pension ging. Einmal im Jahr sind auch die Ehefrauen dabei. Dann werden die Räder zu einer Zweitagestour mitgenommen, und die Anreise erfolgt mit dem Pkw. "Wir waren schon an der Mosel, der Elbe und auch in den Niederlanden", berichtet der Lingener. Bei den Montagstouren immer dabei ist eine  "Grundausstattung", wie der Rentner erklärt: Jeder hat ein Handy und eine Trillerpfeife in der Hosentasche. Letztere für den Fall, dass jemand zum Beispiel einmal "austreten" muss und der Gruppe signalisieren möchte, bitte anzuhalten und nicht an der nächsten Abbiegung zu verschwinden. "Der Organisator hat außerdem eine kleine Flasche Schnaps mit – für die Pause", schmunzelt der 82-Jährige.

Radfahren ist nur eine von zahlreichen Freizeitbeschäftigungen, der auch ältere Bürger in Lingen mit viel Leidenschaft nachgehen. Die Möglichkeiten, sich in der Seniorenphase seine Zeit zu gestalten und auszufüllen, sind vielfältig. Natürlich hängt auch hier vieles von den äußeren Rahmenbedingungen ab: Bildungsreisen zum Beispiel muss man sich als Rentner oder Rentnerin auch erst einmal leisten können. Und wer gesundheitlich in seiner Mobilität eingeschränkt ist, für den sind auch kleinere Fahrradtouren in der Stadt unmöglich.

Möglich ist aber auch dann immer noch eine ganze Menge. Das Seniorenkino, der Seniorencampus und Gymnastik, die auch im Stuhlkreis funktioniert wie beim Angebot "Knackige Knochen" des Vereins Gelingen, sind nur ein paar Beispiele. Es gibt außerdem Offene Treffs und Mittagstische in der Stadt und in Ortsteilen, die nicht nur ein leckeres Essen anbieten, sondern ebenso Unterhaltung in geselliger Runde. 

Um den eigenen Horizont zu erweitern, gibt es keine Altersbeschränkung. Brigitte Brüggmann berichtet von einem VHS-Kurs "Frauen um 60", den sie regelmäßig besucht. "Wir sprechen über unterschiedliche Themen, über Kunst, Geografie und Politik zum Beispiel", sagt sie. Dazu gehört dann auch schon mal eine Fahrt, zum Beispiel zum Picasso-Museum nach Osnabrück. Aktiv sein in geselliger Runde muss im Übrigen nicht teuer sein. Immer beliebter in der Stadt wird das Boule-Spiel. Es gibt inzwischen mehrere Anlagen. Regelmäßig sind zum Beispiel an der Halle IV auch Rentner anzutreffen, die dort keine ruhige Kugel schieben, sondern diese vielmehr mit Geschick möglichst nahe ans Ziel werfen.

Freizeit und Ehrenamt

Und da ist noch das große Feld der ehrenamtlichen Tätigkeit. Das Freiwilligenzentrum in Lingen berät Menschen, die Zeit übrig haben, gerne bei der Suche nach einem passgenauen Angebot, um Zeit für andere zu verschenken. Jedes Vorstandsmitglied in der Seniorenvertretung in Lingen ist ebenfalls ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement in einem Verein oder Verband. Dort jemanden für verantwortliche Positionen zu finden, werde allerdings immer schwieriger, betont Gustav Dietrich. Am Ende kann dann auch schon mal die Auflösung eines Vereins stehen, wie es vor Jahren beim Deutschen Hausfrauenbund in Lingen der Fall war. Leichter sei es, wenn es um projektbezogene Mitarbeit gehe, ergänzt Ingrid Hermes.

Zeit verschenken – das gilt in besonderem Maße aber für die eigene Familie: So verabschiedet sich Vorstandsmitglied Heinrich Feldmann aus der Gesprächsrunde, weil er nach Köln zum Besuch eines seiner Kinder fährt. Anders als früher ist es heute nicht mehr so selbstverständlich, dass die Kinder im Ort oder in der Nähe bleiben. Da ist es gut, wenn die Senioren mobil bleiben – ob auf der A 31 oder auf der Datenautobahn.

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Freitag, 26. Oktober 2018

Kleine Umfrage bestätigt große Umfrage

Statistik und Flüchtlinge Thema beim Seniorencampus

Von Wilfried Roggendorf

LINGEN Was statistische Methoden mittels Umfragen herausfinden können, ist die Frage beim jüngsten Lingener Seniorencampus gewesen. Prof. Markus Schmidt-Gröttrup und Masterstudentin Sina Pruisken beantworteten diese, auch indem sie die 35 Teilnehmer der Veranstaltung mittels einer Umfrage aktiv beteiligten.

Grundlage der Vorlesung bildete eine Umfrage von Pruisken aus dem Jahr 2015, die sich mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigte. Die aus Freren stammende Studentin hatte gemeinsam mit zwei Kommilitoninnen 32 Flüchtlinge und rund 400 Bürger aus Messingen, Thuine, Freren und Lingen befragt. "Schon ab 30 Befragten kann man sagen, dass die Ergebnisse repräsentativ sind", erklärte Pruisken den erstaunten Zuhörern, die von einer weit höheren Mindestzahl ausgegangen waren.

Die Umfrageergebnisse haben Pruisken und Schmidt-Gröttrup teilweise überrascht. "Wir haben alle gedacht, die Älteren Bürger würden sich mehr Sorgen um das Wohl der Flüchtlinge machen, aber das Gegenteil war der Fall", gab der Mathematikprofessor zu. Mittels des sogenannten "t-Testes" hätte Pruisken ihre Ergebnisse daraufhin überprüft, ob sie auch aussagekräftig waren.


Masterstudentin Sina Pruisken und Mathematikprofessor Markus Schmidt-Gröttrup brachten den Teilnehmern des Seniorencampus statistische Methoden näher.

Foto: Wilfried Roggendorf

Der Test ist laut Pruisken ein Werkzeug, mit dessen Hilfe die Statistiker feststellen könnten, ob ein Ergebnis wirklich signifikant sei. "In den Sozialwissenschaften reichen uns oft 95 Prozent Sicherheit", sagte Schmidt-Gröttrup. Bei technischen Fragestellungen, beispielsweise in der Fliegerei, würden die Grenzen viel enger gesetzt: "Wenn es dort keine 99,9-prozentige Sicherheit gibt, wird etwas nicht gemacht."

Zu Beginn des Seniorencampus sollten die Teilnehmer die Frage beantworten, wie gut sich seit 2015 Flüchtlinge in Deutschland integriert hätten. Zudem sollten sie neben ihrem Geschlecht angeben, ob in bis zu zwei Kilometer Entfernung von ihrem Wohnort Flüchtlinge untergebracht seien. Später präsentierte Schmidt-Gröttrup die Auswertung. Die Frauen waren der Ansicht, dass sich Flüchtlinge "eher gut bis mittelmäßig" integriert hätten. Bei den Männern lag der Wert leicht schlechter als "mittelmäßig". "Das entspricht dem, was wir auch bei der Umfrage von Pruisken 2015 festgestellt haben", sagte Schmidt-Gröttrup. Zudem wies er nach, dass die Teilnehmer des Seniorencampus, in deren Wohnortnähe Flüchtlinge untergebracht sind, tendenziell eher der Meinung sind, die Integration funktioniere.

Am Ende hatte der Mathematikprofessor eine Reihe Fragen der interessierten Zuhörer zu beantworten. "Warum werden die im Vorfeld gemachten Wahlprognosen immer ungenauer, während die 18-Uhr-Prognosen am Wahltag dem Ergebnis ziemlich nahe kommen?", wollten die Senioren beispielsweise wissen. "Im Vorfeld würden die Wahlforscher rund 1000 Leute für eine Prognose befragen", erläuterte Schmidt-Göttrup. Damit könnten sie eine Genauigkeit von plus/minus einem Prozent erreichen. Das Problem sei, die Befragten so auszuwählen, dass die Gruppe auch repräsentativ sei. "Früher war die Gesellschaft homogener und die Themen nicht so emotionalisiert wie heute", stellte Schmidt-Gröttrup die wachsenden Schwierigkeiten für die Wahlforscher dar. Für die 18-Uhr-Prognosen am Wahltag würden hingegen deutlich mehr Personen nach ihrer Stimmabgabe befragt, was die Genauigkeit erhöhe.

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Freitag, 26. Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Wohnen im Alter

Senioren wollen zu Hause leben

Eigenständigkeit so lange wie möglich erhalten / Alternative Wohnformen in Lingen gewünscht

In den eigenen oder auch den gemieteten vier Wänden so lange wie möglich eigenständig leben zu können: Diesen Wunsch teilen sich auch die Senioren in Lingen.

Von Thomas Pertz

LINGEN Das machte der Vorstand der Seniorenvertretung im Gespräch mit der Redaktion deutlich. Gleichwohl kam dort ebenso der Wunsch zum Ausdruck, dass die Stadt auch andere Wohnformen in Richtung von Senioren-Wohngemeinschaften unterstützen sollte.

"Wir haben viele Senioren, die sich ihr Haus gebaut und dort mit ihren Kindern gelebt haben", berichtete die Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ingrid Hermes. Nun seien die Kinder aber weggezogen und auch nicht immer in der Nähe geblieben. Was also nun tun in der mitunter viel zu groß gewordenen Immobilie?

In dem Gespräch mit dem Vorstand wurde deutlich, dass es keine Schablone gibt, die als Lösung für alle Senioren herhalten kann. Entscheidender Faktor ist die persönliche Situation: Wie sieht es mit der Rente aus,  komme ich selbst noch zurecht, wie mobil bin ich, wie ist es um meine Gesundheit bestellt?



Ein Verbleib in der eigenen Wohnung kann zum Problem werden.

Foto: dpa

Eine Eigentumswohnung von dem Erlös des verkauften Eigenheims zu erwerben, sei in Lingen oft nicht möglich, merkte Heinrich Feldmann, ebenfalls Vorstandsmitglied in der Seniorenvertretung, an. Die Preise seien enorm angestiegen. Viele Senioren würden sich nach dem Verkauf des Eigenheims eher für eine Mietwohnung entscheiden, berichtete Seniorenberater Erwin Heinen aus seinen Gesprächen im Rathaus.

Was die Errichtung von bezahlbarem Mietwohnraum, auch für ältere Menschen in Lingen, anbelangt, setzt auch die Seniorenvertretung Hoffnungen auf die neugegründete Wohnungsbaugenossenschaft in Lingen. Die Zahl der seniorengerechten Wohnungen in Lingen bezifferte Heinen mit rund 300. Die Wohnungen des gemeinnützigen Vereins Altenwerk in Lingen zum Beispiel würden alle zu vertretbaren Mietpreisen angeboten. Der Verein bietet zurzeit in der Stadt vier Wohnanlagen mit 67 Wohnungen als betreute Wohnformen an. Allerdings gebe es Wartelisten, sagte Heinen.

Insgesamt ist den Worten des Behindertenbeauftragten Klaus Egbers in der Stadt ein deutlicher Trend zu beobachten, bei Mehrfamilienhaus-Neubauten auf Barrierefreiheit und andere Gesichtspunkte, die das Wohnen im Alter erleichtern, zu achten. Der Gesetzgeber forciere diese Entwicklung durch bestimmte Vorgaben in der Bauordnung.

Edeltraud Sänger verwies auf eine bundesweite Statistik, wonach unter den 17,7 Millionen Menschen in Deutschland, die über 65 Jahre alt sind, 75 Prozent in der eigenen Wohnung leben möchten, zehn Prozent in selbstbestimmten Wohnprojekten, 12 Prozent in betreuten Wohnformen und nur drei Prozent bei den Angehörigen.

Entscheidend sei die "Soziostruktur" in einer Region, sagte Heinen. Und die sei in Ballungsräumen und Großstädten zum Beispiel anders als im Emsland. In Lingen mit einer klassischen Einfamilienhausstruktur, wo nach einem Umbau auch ein Umzug ins Erdgeschoss möglich sein könnte, sei das Älterwerden einfacher als in einem 20-stöckigen Hochhaus in der Anonymität  großer Städte.

Gleichwohl gibt es auch in Lingen den Wunsch nach anderen Wohnformen. Brigitte Brüggmann hatte diesen vor einigen Jahren noch zu ihrer kommunalpolitischen Zeit als SPD-Ratsfrau im Stadtrat angestoßen. "WG 50 Plus" hieß das Projekt, dass eine Gruppe von Gleichgesinnten umsetzen wollte.

Am Ende ließ es sich aus unterschiedlichen Gründen nicht realisieren - auch weil nicht jeder aus der Gruppe bereit war, so viel Nähe zuzulassen. Edeltraud Sänger dagegen wohnt seit vielen Jahren in der Oberwohnung eines Hauses von und mit guten Freunden und fühlt sich sehr wohl dabei.

Der persönliche Werdegang von Senioren heute sei ein ganz anderer als im Vergleich zu früheren Jahren, betonte Heinen. Während früher die Verweildauer in Pflegeheimen mehrere Jahre betragen habe, sei dieser Zeitraum heute viel kürzer, da der Zeitpunkt in einer wesentlich späteren Lebensphase erfolge. Das im Vergleich zu Großstädten völlig anders gelagerte soziale Gefüge in der Region fördert nach seinen Worten die Unabhängigkeit Älterer in erheblichem Maße. "Deshalb sind auch die aktuell 630 Pflegeplätze in Lingen ausreichend, obwohl die Zahl der über 65-Jährigen bei über 14000 liegt", so der Seniorenberater.

Dass angesichts des Fachkräftemangels sowohl in der ambulanten, wie auch in der stationären Pflege diese Unabhängigkeit im Alter auch in Lingen und der Umgebung schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr ist, war den Gesprächspartnern der Seniorenvertretung aber ebenfalls klar. Da ist es gut, wenn familiäre Bande funktionieren. Ihre behinderte Schwester wohne bereits seit vielen Jahren mit in der Familie, berichtete Meta Scharf.

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Donnerstag, 25. Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Mobilität

Für die Einkaufshelfer ist kein Regal zu hoch

Wenn die Mobilität im Alter eingeschränkt ist, gibt es in Lingen Hilfen / Auch die Lili ist beliebt

Es gibt Menschen, die sind auch im fortgeschrittenen Alter noch vergleichsweise "fit wie ein Turnschuh", während andere in ihrer Bewegungsfreiheit bereits eingeschränkt sind, mitunter in erheblichem Maße.

Von Thomas Pertz

LINGEN Johannes Thelen ist 74. Dass er aktiv sein kann, nutzt der Lingener für andere, die es nicht mehr sind. Der Rentner ist eine der Stützen der Aktion „Mobiler Einkaufswagen“, ein Gemeinschaftsprojekt des MHD und des Lingener Seniorenvereins „Gelingen“.

Gestartet ist das Projekt vor vier Jahren. Das Projekt „Mobiler Einkaufswagen“ richtet sich an Senioren und weitere Bürger in Lingen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Sie können bis spätestens mittwochs, 12 Uhr unter 0591/610590 (MHD) oder unter 0591/97787194 (Gelingen) anrufen. Unter diesen Nummern können sich auch weitere Ehrenamtliche melden, die die Älteren beim Einkaufen begleiten möchten.



Nach dem Einkauf im Famila-Markt: Annemarie Kügler im Bild mit dem ehrenamtlichen Begleiter Johannes Thelen. Das Foto entstand im Jahr 2014 beim Start des Angebotes. Foto: Ludger Jungeblut


An den Donnerstagen starten Thelen und weitere Helfer dann von den Maltesern aus mit ihrer Tour. "Bis 15 Uhr sammeln wir die Leute ein", erzählt er. Dann steuert der Transporter mit ihnen und den Helfern die Supermärkte in der Stadt an. Es geht bei dem Projekt nicht darum, Hilfesuchenden den Einkauf komplett abzunehmen, denn sie sollen ihre Selbstständigkeit ja so lange wie möglich erhalten können. Aber wer zum Beispiel gehbehindert ist oder einfach nicht mehr an das Regal herankommt, für ihn oder sie sind Menschen wie Johannes Thelen da: Ein Griff - und schon landen die Lebensmittel im Einkaufswagen.

"Es sind Bürger ohne einen Pkw oder mit einer körperlichen Behinderung, mit Gicht in den Gelenken. Ihnen holen wir die Sachen aus den Regalen", erzählt Thelen. Und nicht nur das: Wenn es notwendig ist, wird der Einkauf zu Hause auch von den fleißigen Helfern bis in die Küche getragen.

Der Lingener berichtet von einer fast blinden Frau, die sehr froh über diese Hilfe ist. "Wir brauchen noch mehr von diesen Angeboten, die das Leben zu Hause erleichtern", sagt Ingrid Hermes, Vorsitzende der Seniorenvertretung. Die mobile Einkaufstour endet übrigens in der Regel immer auch mit einem Cafébesuch. "Das ist dann ein schöner Abschluss", sagt Thelen und bringt damit auf den Punkt, was der Seniorenvertretung in Lingen auch ein wichtiges Anliegen ist: Mobilität nämlich nicht nur aus praktischen Gründen zu unterstützen oder zu schaffen. Es sollen dadurch auch Kontakte entstehen oder erhalten bleiben und einer Vereinsamung entgegengewirkt werden.

Die Mobilität nicht nur von Senioren, sondern von allen Bevölkerungsgruppen unterstützt in hohem Maße auch der Lili-Bus, die Linie für Lingen. Sie bietet in einem festen zeitlichen Takt die Möglichkeit, aus den Ortsteilen in die Stadt und wieder zurück nach Hause zu kommen. Der Lili-Bus sei eine gute Sache, danken die Mitglieder der Seniorenvertretung der Stadt für dieses Angebot. 

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) dient dabei als Scharnier, um weitere Ziele in Lingen und den Ortschaften zu erreichen. „Meine Mutter ist 84 Jahre, sie findet das wunderbar“, berichtet Ingrid Hermes. Sehr beliebt ist die „Schietwetterkarte“, die zwischen November und März gelte, so Gustav Dietrich vom Vorstand der Seniorenvertretung. Bedauerlich sei, dass es dieses Angebot nicht auch den Sonntagen gebe, heißt es in der Runde.

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Mittwoch, 24. Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Messe in der Halle IV


Informieren und Mitmachen: Seniorenmesse in Lingen

Am 27. und 28. Oktober in der Halle IV / Festzeitschrift „Rückblick“ mit 80 Seiten zum 30-jährigen Bestehen

Von Thomas Pertz

LINGEN Unter dem Motto „Tag der Lingener Senioren – Informieren – Mitmachen – Schauen“ findet am Samstag, 27. Oktober, von 15 bis 18 Uhr und Sonntag, 28. Oktober, von 11 bis 18 Uhr die Seniorenmesse in der Halle IV, Lingen statt. Der Eintritt ist frei.

Hintergrund der Veranstaltung ist das 30-jährige Bestehen der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen. Schirmherrin ist die Vorsitzende des Landesseniorenrates Niedersachsen, Ilka Dirnberger. Acht Mitgliedsvereine und Verbände der Seniorenvertretung stellen sich im Rahmen der Veranstaltung vor. 13 Institutionen informieren über ihre Angebote im Seniorenbereich. Zwölf Lingener Firmen präsentieren Produkte und Dienstleistungen für ältere Menschen. Insgesamt 33 Aussteller bieten eine Fülle von Informationen für Senioren. 

Singen mit Krone

An beiden Tagen wird außerdem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf der Bühne geboten. So lädt Reinhard Falkus zum Mitmachen und Bewegen ein, die Tanzschule Lorenz stellt sich vor, der Heimatverein Darme hat plattdeutsche Auftritte, der Fanfarenzug Damaschke spielt, die Injoy-Seniorengymnastik präsentiert sich, ein Kinderchor und die Heimathausmusikanten Darme, die zum Mitsingen einladen. Das macht übrigens auch Oberbürgermeister Dieter Krone. Ein gemeinsames Singen mit ihm und allen Besuchern der Messe wird es am Samstag um 16.30 Uhr geben.













Viele Informationsangebote bietet der Tag der Lingener Senioren am Samstag und Sonntag in der Halle IV in Lingen. Foto: Julia Mausch

Die Arbeitsgruppe „Jubiläum/Messe“ hatte sich im Januar zu einer ersten Sitzung getroffen, um die Messe inhaltlich vorzubereiten. Neun weitere sollten folgen, wie Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung, berichtet. Am Ende stand das Programm, das den Worten der Vorsitzenden Ingrid Hermes zufolge für jedes Interesse etwas zu bieten hat. So gibt es zum Beispiel Vorträge über den Umgang mit Medikamenten, Integrative Medizin und medizinische Kosmetik. Die Verkehrswacht stellt Fahrer-Assistenzsysteme vor und der Malteser-Hilfsdienst das Hausnotrufsystem. Krankenhausseelsorger Günter Oberthür gibt auf informative und humorvolle Art Ratschläge, was mit dem Rentenbeginn angefangen werden kann. "Nach der Pflicht die Kür:  Was man tun kann, wenn man nichts mehr tun muss", lautet der Titel seines Vortrages. 

Die Stadt Lingen ist Kooperationspartner für diese Veranstaltung der Seniorenvertretung. "Für die finanzielle Unterstützung des Vorhabens danken wir der Stadt sowie den Sponsoren Sparkasse Emsland und den Stadtwerken Lingen für ihre großzügige Hilfe", betont Ripperda. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens hat die Arbeitsgruppe eine Festzeitschrift „Rückblick“ mit 80 Seiten voller Informationen über die Arbeit der Seniorenvertretung aufgelegt. Die Festzeitschrift wird während des „Tag der Lingener Senioren“ kostenlos an die Besucher verteilt.

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Dienstag, 23. Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Unterwegs im Netz

Senioren klicken sich durch die Neuen Medien

Jugendliche in Lingen bringen Älteren den Umgang mit dem Smartphone, Laptop und Tablet bei 





Den Umgang mit Neuen Medien bringen unter anderem Schüler der Gesamtschule Emsland interessierten Senioren bei. Foto: Seniorenvertretung

Das Internet und die Senioren - zwei Welten, die sich nicht verstehen? Quatsch. Längst haben sich auch viele Ältere in Lingen auf den Weg gemacht und Whatsapp-Gruppen untereinander gebildet, sie skypen mit den Enkeln auf anderen Kontinenten, schreiben weniger Briefe, aber mehr Emails.

Von Thomas Pertz

LINGEN Im Gespräch mit der Redaktion berichten Mitglieder der Seniorenvertretung über verschiedene Beispiele - und auch über sich selbst. Wie Brigitte Brüggmann zum Beispiel. Die 71-jährige Darmerin hat einen Enkel, der sich zurzeit in Australien aufhält. Über das Kommunikationstool Skype kann sie sich problemlos mit ihm unterhalten, von Kontinent zu Kontinent.

"Das finde ich sehr schön", unterstreicht Brüggmann den verbindenden Charakter der neuen Informationstechnologien. "Du bekommst eine Rundum-Betreuung, bis du es kannst", erzählt sie schmunzelnd von der technischen Einweisung vorab durch die Jüngeren in der Familie.

Solche Möglichkeiten der Teilhabe von älteren Menschen am Umgang mit den Neuen Medien haben die Senioren in Lingen auch in anderer Form organisiert. "Seit 2011 gibt es eine Kooperation mit der Gesamtschule Emsland und seit 2017 mit dem Franziskusgymnasium", berichtet Walter Ahlrichs.

In den regelmäßigen Treffen zeigen die Jugendlichen den Älteren den Umgang mit dem Smartphone, Laptop und Tablet. Sie erklären, wie "gegoogelt" wird und Apps heruntergeladen werden können. Die Nachfrage ist groß. Die Kursteilnehmer sind zwischen 60 und 80 Jahre alt.

 "Die Senioren wollen nicht immer ihre Kinder fragen, sondern selber gucken, wie es geht", betont Gustav Dietrich vom Vorstand der Seniorenvertretung. Browser und Suchmaschinen, Emails, WhatsApp und Facebook - alles steht auf der digitalen Tagesordnung. Auch die Volkshochschule Lingen bietet entsprechende Kurse an, ebenso Seniorenvereine wie Gelingen. Das Thema Senioren und Neue Medien findet sich natürlich auch auf der Seniorenmesse beim "Tag der Lingener Senioren" am kommenden Wochenende in der Halle IV in Lingen wieder.

Dort wird außerdem auf den Internetauftritt der Seniorenvertretung hingewiesen. "Unter www.seniorenvertretung-lingen.de finden sich eine Fülle von Informationen", erläutert Geschäftsführer Johannes Ripperda. Seit Januar ist die Seite online. Über 150.000 Klicks dokumentieren seitdem das Interesse älterer Menschen, sich auf digitalem Wege über die Angebote für Senioren und deren Aktivitäten zu informieren.

"Teilhaben am Leben"

Die Neuen Medien sind nach den Worten von Ingrid Hermes, Vorsitzende der Seniorenvertretung, eine Möglichkeit, Aktivitäten zu wecken. "Teilhaben am Leben und Mitmachen ist das Beste, um gut ins Alter zu kommen", sagt sie. 

Ratschläge dazu finden sich übrigens nicht nur in digitaler, sondern in großer Fülle ebenso in gedruckter Form - in der "Drehscheibe" nämlich, die 2013 erstmals herausgekommen ist. Ab 2019 erscheint die Seniorenzeitung nicht mehr drei-, sondern viermal im Jahr. Ein regelmäßig tagendes Redaktionsteam bereitet die Artikel und Themen auf. Die Auflage startete vor fünf Jahren mit 1500 Exemplaren. Inzwischen sind es 2500.



KOMMENTAR

Neugierde reicht

Um mit Facebook, Whatsapp und Co. umgehen zu können, ist Jungsein keine Voraussetzung. Aufgeschlossenheit und Lust zum Ausprobieren reichen. Das haben die älteren Bürger längst erkannt.

Die gut besuchten Kurse zum Beispiel mit zum Umgang mit dem Smartphone, die von der Seniorenvereinen oder Bildungsträgern wie der VHS angeboten werden, belegen dies.

Auch die Senioren vernetzen sich – nicht nur untereinander, sondern ebenso mit der Verwandschafr. Das hält Verbindungen im Urlaub oder wenn durch Wegzüge die räumliche Distanz gewachsen ist. Und kann damit auch einer Vereinsamung entgegenwirken.

Unter denjenigen, die im Alltag, egal wo, nur noch auf das Handy starren und ihre Umgebung nahezu ausblenden, sind Senioren allerdings eher selten zu beobachten. Vielleicht wissen sie den Wert von Vernetzungen in der realen Welt noch mehr zu schätzen. Das beides möglich ist, nämlich virtuelle Räume mit Lebenswirklichkeit zu verknüpfen, zeigen die Kurse in denen Schüler den Älteren Google und Co. Näherbringen: Unterhaltung generationsübergreifend, nicht über Facebook, sondern unmittelbar.

Von Thomas Pertz

t.pertz@noz.de

 

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 Montag, 22 Oktober 2018

Thema der Woche - Serie „Senioren in Lingen“ – Der Vorstand


Die Wertschätzung der Älteren Menschen im Mittelpunkt

30 Jahre Seniorenvertretung / Beim Vorstand laufen die Fäden zusammen / „Tag der Senioren“

Sie bilden eine große Bevölkerungsgruppe in der Stadt, sind in ihrer Zusammensetzung aber sehr unterschiedlich: Die Lingener Senioren. Ihre Dachorganisation, die Seniorenvertretung, ist in diesem Monat 30 Jahre alt geworden. Sie und ihre Arbeit stehen im Mittelpunkt eines "Themas der Woche".

Von Thomas Pertz

LINGEN Zwei Zahlen machen deutlich, wie der Bevölkerungsanteil der Bürger ab 60 Jahren in Lingen gewachsen ist. Lebten 1988 noch 7862 Männer und Frauen ab 60 Jahren in der Stadt, sind es 2018 mit 14491 (Stand 1. Januar) fast doppelt so viele. Aber gibt es überhaupt "die" Senioren in Lingen? Nein, lautet die Antwort als Resümee eines Gesprächs der Redaktion mit dem aktuellen Vorstand der Seniorenvertretung.


Der Vorstand der Seniorenvertretung Lingen mit (von links): Johannes Thelen, Gerd Hoffschroer, Meta Scharf, Johannes Ripperda, Brigitte Brüggmann, Heinrich Feldmann, Ursula Ramelow, Walter Ahlrichs, Edeltraud Sänger, Gustav Dietrich und Ingrid Hermes. Foto: Richard Heskamp

Die "jungen Alten" wie die Generation "60 Plus" hat andere Interessen wie die Älteren. Wer mobil ist, formuliert andere Wünsche als jener, der auf Hilfe angewiesen ist, aber trotzdem teilhaben möchte am gesellschaftlichen Leben um ihn herum. Aber es gibt auch Schnittmengen zwischen den "jungen Alten" und den älteren Senioren. In WhatsApp-Gruppen mischen Letztere durchaus auch noch mit oder skypen online mit ihren im Ausland befindlichen Enkeln und zeigen, dass sie dem digitalen Zeitalter durchaus etwas abgewinnen können.

Die unterschiedlichen Interessen, Wünsche und Themen aufzunehmen, zu formulieren und in die Öffentlichkeit zu tragen, ist Aufgabe der Seniorenvertretung - und das seit 1988. Eine treibende Kraft war Leni Johannsen, damals Bürgermeisterin der Stadt.

"Sie hatte die Idee einer Vernetzung der Arbeit von Seniorenvereinen und Verbänden", blickt die stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ursula Ramelow, zurück. Unter der Leitung von Johannsen empfahl der "Ausschuss für Soziales und Familienfragen", wie er damals hieß, die Bildung eine "Seniorenbeirates". Am 4. Oktober 1988 konstituierte sich die Seniorenvertretung der Stadt Lingen. Zum damaligen Zeitpunkt entsandten 26 in Lingen in der Seniorenarbeit engagierte Vereine und Verbände je ein Mitglied in die Seniorenvertretung. Die wiederum wählte aus ihren Reihen eine Sprechergruppe als Leitungsgremium. 

Damit war der Rahmen gefunden, in dem die Senioren der Stadt ihre Interessen formulieren und auch in die Öffentlichkeit tragen konnten, denn eine Verbindung zum Stadtrat und zur Verwaltung bestand von Anfang an. So stellt die Seniorenvertretung im Ausschuss für Soziales, Familien und Integration und im Kulturausschuss ein sachkundiges Mitglied. In der Verwaltung ist derzeit Seniorenberater Erwin Heinen ihr direkter Ansprechpartner. Auch zum ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Klaus Egbers bestehen enge Kontakte.

Bei seinen Recherchen fand der heutige Vorstand der Seniorenvertretung heraus, dass sich die Themen aus den Gründungsjahren durchaus mit den heutigen vergleichen lassen. "Es ging auch damals zum Beispiel schon um Fragen der Mobilität, um Pflege und Wohnformen im Alter", so Ramelow. Beeindruckt habe sie auch die Aktivitäten der damaligen Sprechergruppe im Bildungsbereich. Diese fuhr zur Universität nach Münster und informierte sich dort über Studiengänge für Ältere. Heute können die Senioren zur Wahrnehmung solcher Angebote in Lingen bleiben, denn der "Seniorencampus" liegt um die Ecke.

In einer Chronik über "30 Jahre Seniorenvertretung in der Stadt Lingen" sind die Anfänge und die Menschen, die diese Zeit prägten, ebenso detailliert nachgezeichnet wie der weitere Verlauf der Arbeit der Mitglieder. Und der Wandel in der Vereinsstruktur in der Stadt, der auch eine organisatorische Veränderung in der Seniorenvertretung notwendig machte. Vereine in der Seniorenarbeit standen zunehmend vor dem Problem, ihre Organisationsstruktur zu erhalten, weil sich Vorstände nicht mehr bilden ließen. Damit stand auch die Seniorenvertretung als Dachorganisation vor der Notwendigkeit, sich zu verändern. "Wir mussten uns als Seniorenvertretung mehr öffnen", beschreibt Vorsitzende Ingrid Hermes die Konsequenzen.

Also wurde eine neue Satzung und ein neues Wahlsystem formuliert und die Öffnung der Seniorenvertretung für alle Menschen der Stadt ab 60 Jahren beschlossen. Die Umsetzung bei der Neuwahl im April 2017 verlief holprig. "Wir hatten es gut gemeint, doch Satzungen und ihre Umsetzung haben es in sich", heißt es in der Chronik rückblickend.

Auch wenn der Start schwierig war, hat der neue Vorstand der Seniorenvertretung dessen Arbeit seitdem kraftvoll nach vorne entwickelt. Ein Beispiel sind die vor einem Jahr verabschiedeten Leitsätze. Darin stellt der Vorstand "die Wertschätzung des Menschen in der Vielfalt seiner Lebenssituation" in den Mittelpunkt.

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Samstag, 15. September 2018


Zum runden Geburtstag Mamma Mia

Seniorenkino in Lingen

Als erster Film im Seniorenkino lief 2008 die Musikkomödie Mamma Mia! Zum zehnjährigen Jubiläum hatten jetzt im Cine-World mehr als 300 Besucher viel Vergnügen bei der Fortsetzung  „Mamma Mia! Here we go again!“

Von Johannes Franke

LINGEN Um 14.30 Uhr sitzen alle Damen und Herren bequem in ihren Sesseln im größten Kino-Saal und singen: „Wir sind alle über 40, haben im Leben nichts vermisst. Wir sind alle noch am Leben.“ Sie kommen allein, zu zweit oder in Gruppen, zu Fuß, gestützt auf Rollatoren, sitzen im Rollstuhl, werden von Helfern begleitet um im Cine-World von ehrenamtlichen Helfern des Vereins Gelingen liebevoll empfangen und umsorgt. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind so aufmerksam. Es macht großen Spaß einmal im Monat hier her zu kommen. Danke schön an die Damen und Herren!“, freut sich Klaus Schäffner aus Sögel. Die Komplimente sind immer wieder zu vernehmen bei Kaffee und Kuchen, den die nach und nach kommenden Besucher im Kino-Foyer und in der ersten Etage genießen.













Annähernd 300 Besucher waren anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Seniorenkinos gekommen um zu feiern und gemeinsam den Film "Mamma Mia! Here we go again" zu sehen. Kaffee und Kuchen gehören zu vor dazu.                                  Foto: Johannes Franke

Mit der Initiatorin Annette Wintermann, Stadträtin und Ausschussvorsitzende für Familie, Soziales und Integration, sind alle froh, dass sie problemlos ins Cineworld kommen können. „Hier ist alles barrierefrei, Aufzüge fahren uns nach oben und unten“, wissen die Besucher. Drei Jahre betreute die AWO das Seniorenkino, dann übernahm es der Verein Gelingen. „Kinoinhaberin Gisela Eckholt war 2008 von der Idee des Seniorenkinos sofort begeistert“, berichtet Werner Becker vom Verein. Die Vorsitzende Ingrid Hermes kann am Jubiläumsnachmittag nicht anwesend sein, aber die ehrenamtlichen Mitglieder haben alles im freundlichen Blick, sind 30 helfende Hände. Die gemütliche Stunde vergeht schnell, alle reden miteinander, freuen sich auf „Mamma Mia“, stimmen Hits der Popgruppe ABBA an. „Die Evergreens der schwedischen Gruppe vergisst man nicht, das war doch auch unsere Zeit“, lacht eine Seniorin aus Freren. Zusammensitzen, sich das Neueste erzählen, freundlich bedient zu werden, „das ist uns allen ganz wichtig“, betont Annette Wintermann.

"Viele Gruppen aus Seniorenheimen reservieren im Voraus"

Werner Becker, Organisator

Seit sieben Jahren leitet Werner Becker vom Verein die Organisation und es scheint, als kenne er jeden Gast persönlich. „Viele Gruppen aus Lingener und auswärtigen Seniorenheimen reservieren im Voraus, haben im Kino ihren Stammplatz“, erzählt er. „Alte Schinken“ bekommen die Zuschauer nicht zu sehen. Es sind aktuelle Filme wie „Honig im Kopf“, „Ziemlich beste Freunde“ oder „Monsieur Claude und seine Töchter“. Manchmal staunen die Enkelkinder und sagen: „Oma oder Opa, den Film hast du gesehen!?“ Und es kommt vor, dass Oma und Opa mit dem Enkel an der Hand ins Kino kommen. „Schön, dass sich hier Menschen treffen, die vielleicht seltener oder gar nicht mehr rauskommen“, sagt Eva Pätzold vom Gelingen-Vorstand.

Dankbar ist auch Johannes Ripperda als Seniorenvertreter der Stadt Lingen dafür, „dass es Gruppen gibt, die für Senioren etwas Tolles machen und es so gut angenommen wird.“ Heute reicht ein großer Saal, „aber wir mussten auch schon dank digitaler Technik in drei Sälen gleichzeitig den Film vorführen – und die Senioren trugen 3D-Brillen“, lacht Werner Becker. Blumen und viele Dankesworte gibt es vor der Leinwand, und Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen spricht von einem Format, „das nicht mehr wegzudenken ist und noch viele Jahr erhalten bleibt.“ Mamma Mia! – ein toller Nachmittag, der am zweiten Donnerstag, dem 11. Oktober, mit „Book Club – Das Beste kommt noch“ fortgesetzt wird. Das Seniorenkino wird auch zukünftig monatlich weiterlaufen.

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Freitag, 07. September 2018


Ein Soufflé aus Chemie und Kochkunst

70 Senioren lernen Molekulare Küche auf dem Campus Lingen kennen

Von Ines Hagen

Lingen. Unter dem Titel „Hexen Küche – Wissenschaftliche Prinzipien der Molekularen Küche“ hat Prof. Carmen-Simona Jordan am Mittwoch die Veranstaltung des Seniorencampus der Hochschule Osnabrück in Lingen geleitet.

Die Chemie-Professorin brachte den Senioren bei Live-Experimenten und Verköstigung die chemischen Prozesse der Molekularen Gastronomie näher und gab Tipps für den eigenen Kochabend. Sie begann mit der Vorstellung von Nicholas Curtis, dem „Erfinder“ der molekularen Küche, der Professor für Physik in Oxford und leidenschaftlicher Hobbykoch war.

 













Beim Seniorencampus stellten Simone Jordan und die Hochschulmitarbeiterin Marion Brauner die molekulare Küche vor. Foto: Wilfried Roggendorf


Die Molekulare Gastronomie, so Jordan, konzentriere sich vor allem auf das Erleben möglichst vieler Sinneseindrücke. Die Sinnesorgane würden durch kleine Portionen, Konsistenz- und Texturänderungen und sowie das Essen mit den Fingern angesprochen. Molekulare Küche sei „eine Küche zum Anfassen“.

Mithilfe einer Kamera wurde das Bild Jordans und ihrer Assistentin Marion Brauner, die einen „Fake-Kaviar“ aus verschiedenen Obst- und Gemüsesäften kochten, vergrößert auf eine Leinwand übertragen. Zunächst mischten die beiden Karottensaft mit Alginat, einem Extrakt aus Algen. „Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu viel Alginat benutzt, sonst schmeckt es später wie nach dem Abdruck beim Zahnarzt.“, scherzte die Professorin. Brauner zog die Flüssigkeit mit einer Pipette auf und spritze sie in eine Lösung aus Wasser und Calciumlactat. Sofort bildeten sich die Kaviar-typischen Perlen. „Diese entstehen, indem sich die Calciumionen mit den Alginatmolekülen vernetzen und eine sogenannte Sphäre bilden“, erklärte Jordan. Spannender als die Hintergründe war für die Senioren allerdings die Verköstigung des „Fake-Kaviars“. Unter Tuscheln und Lachen probierten sie den ungewöhnlichen Leckerbissen.

Im Anschluss daran zauberte Jordan mit Assistentin Brauner, die ebenfalls am Campus Lingen arbeitet, weitere Kreationen. Da Jordan die veranschlagte Zeit des Vortrags großzügig überschritt, verließen einige der Senioren vorzeitig den Raum. Ein kleiner Teil blieb trotzdem und probierte die molekularen Köstlichkeiten.

Helga Kruppik, eine Teilnehmerin des Seniorencampus, bewertete die Veranstaltung positiv: „Für mich war das heute sehr lehrreich. Ich denke, ich werde den Nachtisch, das Schokoladenmousse, nächstes Weihnachten ausprobieren.“ Ihre Begleiterin Doris Christel ergänzte: „Es ist nicht so kompliziert, wie es klingt, weil man die Vorgehensweise, zum Beispiel vom Sahne schlagen, wiedererkennt.“

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Freitag, 24. August 2018

KOMPAKT


"Hexenküche" beim Seniorencampus 

LINGEN Der nächste Seniorencampus findet am 05 September, um 16.30 Uhr auf dem Campus Lingen, Kaiserstraße 10c, statt. Carmen Simona Jordan, Professorin für Chemie und chemische Prozesstechnik, entführt ihre Zuhörer in die "Hexenküche". Sie wird wissenschaftliche Prinzipien der molekularen Gastronomie erläutern und dabei Experimente vorführen. Gekostet werden darf beispielweise die perfekte Martinsgans und Karotten-Kaviar. Anmeldungen: Tel. 0591/4609, post@seniorenvertretung-lingen.de, seniorenvertretung-lingen.de              pm 

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Samstag, 11. August 2018

LESERBRIEF

Bei der Querung schieben

 

Zur Diskussion ums Fahrradfahren in der Burgstraße in Lingen heißt es hier:

„Die Bürgernahen haben das Thema Radfahren in der Burgstraße angestoßen. Auch in den sozialen Medien ist dieses ein kontrovers diskutiertes Thema. Durch Radfahren ist manch heikle Situation für Kinder und Senioren in der Vergangenheit entstanden. Über eine, wie ich meine, gefährliche Problematik hat sich aber noch niemand geäußert: Von der Castellstraße kommend, darf ich als Radfahrer die Burgstraße Richtung Karolinenstraße queren und umgekehrt genauso. Schilder in beiden Straßen weisen darauf hin.

Eine Querung aus der Castellstraße kommend ist eine Gefahrenquelle für Fußgänger in der Burgstraße, da diese vom Radfahrer erst eingesehen werden kann, wenn er mit dem Vorderrad schon in der Burgstraße ist.

Diese Querung sollte meines Erachtens als erstes aufgehoben werden, denn Radfahrer können hier absteigen und die Burgstraße schiebend queren. Eine Gefahr weniger für Kleinkinder, denn in der Nähe befindet sich ein Kindergarten

Brigitte Brüggmann

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Freitag, 03. August 2018


Seniorenvertretung lehnt Öffnung für Radfahrer ab

Mitglieder sehen ein großes Gefahrenpotenzial / Überzeugungsarbeit und Strafen

LINGEN  In der letzten Vorstandssitzung der Seniorenvertretung der Stadt Lingen haben sich die Mitglieder mit dem Vorschlag der teilweisen Öffnung der Burgstraße für den Radverkehr beschäftigt. Die Mitglieder sehen in der Öffnung ein großes Gefahrenpotenzial. Das geht aus einer Pressemitteilung der Seniorenvertretung hervor.  

Der Radverkehr in der Fußgängerzone rufe große Unsicherheit bis hin zu Ängsten bei älteren Personen und Kindern hervor, hieß es. Deshalb forderte Johannes Ripperda: „Eine Fußgängerzone muss ein verlässlicher Freiraum für flanierende Personen und Rollator- und Rollstuhlfahrer sein, damit diese sich ungestört durch Fahrräder und Autoverkehr in der Innenstadt bewegen können.“ Das Argument, man könne Zeit sparen, sei hier nicht angebracht, da es nur wenige Minuten dauere, um von einer der Zufahrtsstraßen der Fußgängerzone auf den Marktplatz zu kommen.

Mit der Öffnung legitimiere man zunächst das verbotene Radfahren, auch im gesperrten Rest der Fußgängerzone. Wenn erst eine Straße geöffnet wird, werden die anderen Bereiche mit Recht eine weitergehende Öffnung verlangen, befürchtet die Seniorenvertretung. „In der Vergangenheit haben die Bürgerinnen und Bürger lange dafür gekämpft, eine Fußgängerzone in Lingen zu bekommen“, führte Ingrid Hermes an. „Warum will man diese heute aufgeben?“

Um das Radfahren in der Fußgängerzone zu unterbinden, sei es wichtig, Überzeugungsarbeit bei denen zu leisten, die dieses Verbot ignorieren. Auch eine höhere Strafe für das Radfahren in der Fußgängerzone könne hier manchen zu einer anderen Einstellung bringen.    pm

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EL Am Sonntag, 17. Juni 2018

Thema Pflege – Senioren Campus

Lingen (eb) – Im fünften Jahr in Folge luden jetzt die Fakultät Management, Kultur und Technik der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen und die Seniorenvertretung der Stadt Lingen zum Senioren Campus ein.

Unter dem Titel „Forschung ist ein (wichtiger) Teil der Pflege“ gab Professorin Dr. Stefanie Seeling, Beauftragte für den dualen Studiengang Pflege am Campus Lingen, einen Einblick in die laufenden Forschungsprojekte der Pflegewissenschaft. Um zu erfahren, warum die Pflegeforschung so wichtig für die Pflege ist, durften alle Besucher an zwei von fünf Workshops teilnehmen.

Dass Pflege dem Menschen helfen kann, persönliche Alltagsaktivitäten oder Krisen zu bewältigen, ist bekannt. Die Pflegeforschung tut im Kontext der Pflegewissenschaft schon einiges, weshalb auch am Campus Lingen viele verschiedene Forschungsprojekte im Bereich der Pflege durchgeführt werden. „Die Workshops beim Senioren Campus sollen die vielen verschiedenen Projekte greifbar und erlebbar machen“, erklärte Professorin Seeling das Konzept. Die erstmals beim Senioren Campus durchgeführten Workshops, die Themen wie „Innovative Bildungsmöglichkeiten“ oder „Theater in der Pflege“ behandelten, kamen nicht nur beim Organisationsteam gut an, sondern auch die Besucherinnen und Besucher sprachen sich positiv aus: „Die kleinen Runden waren familiärer und man konnte nach seinen Interessen wählen. Es war mal etwas Anderes, abwechslungsreicher.“

Der Senioren Campus findet viermal im Jahr unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ statt und stellt die Bildung in den Vordergrund. Die Vorlesungen der Veranstaltungsreihe orientieren sich dabei an den Themenschwerpunkten der Fakultät Management, Kultur und Technik und locken seit jeher Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lingen an den Campus.

Mit dem Senioren Campus öffnet der Campus Lingen sich für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die nächste Vorlesung im Rahmen des Projektes wird am 20.06. (Mi.) mit Professorin Dr. Sabine Kirchhoff zum Thema „Gefährden Fake News die Demokratie?“ stattfinden. Anmeldungen sind bei Erwin Heinen, Seniorenberater der Stadt Lingen unter Tel.: 0591 / 914 45 20 sowie per E-Mail unter e.heinen@lingen.de möglich.

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Donnerstag, 24. Mai 2018

Generationendialog im Emsland fortsetzen

Jung und Alt lernen voneinander

pm MEPPEN. Gemeinsam mit dem Kreisseniorenbeirat laden der Seniorenstützpunkt und der Ehrenamtsservice des Landkreises Emsland zu unterschiedlichen Aktionen ein, um für das Miteinander der Generationen zu werben und es zu verstetigen. Dieser Generationendialog startete am 11. Mai und wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.

„Alt und Jung gemeinsam mit Wirkung“– unter diesem Motto lädt die Seniorenvertretung der Stadt Lingen das Kinder- und Jugendparlament ein. Am Freitag, 25. Mai, ab 15 Uhr geht es um den Austausch über Ziele und Aufgaben als Gremien der Mitbestimmung, die Vorstellung verschiedener Projekte und um gemeinsame Berührungspunkte. Die Gespräche sollen regelmäßig wiederholt werden. Anmeldungen sind unter Tel. 01 51/23 54 52 23 und per E-Mail senioren.hermes@web.de möglich. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt.

Ebenfalls am Freitag, 25. Mai, beteiligen sich drei- bis sechsjährige Kinder aus Leschede an den Wettbewerben zum Minisportabzeichen. Die Veranstaltung findet in der kleinen Sporthalle der Grundschule Leschede von 15.30 bis 17 Uhr statt. Anmeldungen werden unter Tel. 01 70/4 70 08 72 und der EMail buero@fc-leschede.de entgegengenommen.

Basteln und spielen werden Jung und Alt in der Krabbelgruppe im Christophorushaus in Rühlerfeld am Mittwoch, 30. Mai, ab 9.30 Uhr nach einem gemeinsamen Frühstück. Anmeldungen werden entgegengenommen unter Tel. 05936/2198 und per E-Mail an helga.h@aol.com.

„Alte Hasen und junges Gemüse“heißt es, wenn beim Verein Gelingen gemeinsam traditionelle und neue Gerichte gekocht werden. Los geht’ s am Samstag, 2. Juni, um 15 Uhr. Im Dezember findetnoch ein gemeinsames Buffet statt. Anmeldungen unter Tel. 05 92/97 78 71 94 und der E-Mai neu-gelingen@web.de.

Die Katholische Frauengemeinschaft, Katholische Landjugendbewegung, Senioren und der Heimatverein in Lathen-Wahn laden am Sonntag, 3. Juni, unter dem Titel „Jung und Alt – erzähl doch mal“in die Gaststätte „Am Wahner Eck“in LathenWahn ein. Anmeldungen für die Veranstaltung, die um 15 Uhr beginnt, sind bis Sonntag, 27. Mai, bei den Vorsitzenden der Vereine möglich.

Alt und Jung spielen am Sonntag, 10. Juni, gemeinsam Schach. Organisiert wird die Veranstaltung vom Seniorennetzwerk Sögel. Treffpunkt ist um 15 Uhr im Heimathaus Sögel. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 01 72/5 86 45 52 möglich.

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Mittwoch, 23. Mai 2018

Freie Plätze beim Seniorencampus

pm LINGEN. Für den Seniorencampus am heutigen Mittwoch gibt es noch freie Plätze. Die Vorlesung zum Thema „Einblicke in Pflegeforschungsprojekte in der Region“mit Prof. Dr. Stefanie Seeling findet um 16.30 Uhr auf dem Campus in der Kaiserstraße 10c statt. Nähere Informationen und Anmeldung beim Seniorenberater der Stadt, Erwin Heinen, unter Telefon 05 91/91 44-520 oder per E-Mail an e.heinen@lingen.de.

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Dienstag, 22. Mai 2018

Diskussion über Pflege in Lingen

pm LINGEN. Die öffentliche Diskussion in Lingen über das Thema Pflege und die dabei geäußerte Kritik an der Pflegeeinrichtung Alloheim hat die Seniorenvertretung der Stadt zum Anlass genommen, zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Sie findet am Donnerstag 7. Juni , von 19 bis 21 Uhr in der Halle IV, Kaiserstraße 10A, in Lingen statt. Unter anderem geht es um diese Fragen: Was muss ich machen, wenn ich einen Pflegeplatz suche, wer berät mich, welches Heim oder Pflegedienst ist für mich richtig? Wie ist die Situation der Heimunterbringung in Lingen? Wer wird zur Kasse gebeten?

Anmeldung notwendig

Die Einführung in das in das Thema erfolgt durch Pastorin Edeltraud Sänger. Als zuständiger Fachmann der Stadt Lingen steht Seniorenberater Erwin Heinen zur Verfügung. Er referiert zum Thema „Situation der Heimunterbringung in Lingen“.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich. Sie wird ab sofort bis 4. Juni über die Homepage www.seniorenvertretung-lingen.de oder telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter 9 14 4 5 20 entgegengenommen. Kaffee und Kaltgetränke sind vorhanden und können dort erworben werden.

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Samstag,12. Mai 2018

Vorlesung zur Pflegeforschung

pm LINGEN. Die Zahl älterer Menschen, die auch nach der Berufs- oder Familienphase die Freude am Lernen und das Entdecken neuer Horizonte nicht verloren haben, wächst stetig. Bildung hat auch im Alter einen hohen Stellenwert. In Kooperation mit dem Campus Lingen und den Sponsoren Sparkasse, Volksbank, Stadtwerke und der Stadt Lingen findet  am Mittwoch, 23. Mai, die erste Vorlesung des Seniorencampus mit dem Titel „Einblicke in Pflegeforschungsprojekte in der Region“ mit Prof. Dr. Stefanie Seeling statt. Anmeldungen nimmt Erwin Heinen, Seniorenberater der Stadt (Tel. 0591/9144-520, e.heinen@lingen.de), entgegen.

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Mittwoch, 25. April 2018

Von Fake News bis Fake Kaviar

Lingener Seniorencampus geht in die fünfte Runde








Vertreter der Lingener Seniorenvertretung, des Campus Lingen und der Sponsoren freuen sich auf die fünfte Runde des Seniorencampus. Foto: Wilfried Roggendorf

Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Lingener Seniorencampus geht in die fünfte Runde. Im Jahr 2018 gibt es wieder vier Veranstaltungen, deren Themen jetzt vorgestellt wurden.

„Der Seniorencampus ist ein bewährtes Format“, erklärte Prof. Thomas Steinkamp, Dekan des Campus Lingen. Er lobte das große Engagement der Seniorenvertretung, der Sponsoren und von Hochschulmitarbeiterin Katharina Freitag, die die Veranstaltungsreihe begleitet. Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen sagte, dass der Seniorencampus von Anfang an gut angenommen worden sei. Auch diese Veranstaltungsreihe zeige, dass die Hochschule Teil der Stadt sei. „Lebenslanges Lernen geht über die berufliche Fortbildung hinaus“, erklärte er.

Veranstaltungen sind offen für alle

Eine Aussage, die Ursula Ramelow, Zweite Vorsitzende der Lingener Seniorenvertretung, aufgriff: „Warum sollte man nach seiner Berufstätigkeit aufhören, sich für die Fragen des Lebens zu interessieren?“ Die Seniorenvertretung habe aber Wert darauf gelegt, dass nicht nur Seniorenthemen behandelt würden. „Jede Veranstaltung des Seniorencampus ist offen für alle, die sich für das Thema interessieren“, betonte Ramelow.

Altmeppen: Tolle Bandbreite der Themen

Die laut Altmeppen „tolle Bandbreite der Themen“ stellten die Dozenten und Dekan Steinkamp vor. „Einblicke in die Pflegeforschungsprojekte in der Region“ gewährt Stefanie Seeling, Professorin für Pflegewissenschaft, am 23. Mai. Dabei werde Seeling auch kleine Workshops anbieten, kündigte Freitag an. Sabine Kirchhoff, Professorin für Presse- und Medienarbeit, geht am 20. Juni der Frage „Gefährden Fake News die Demokratie?“ nach.

Molekulare Cocktails aus der „Hexenküche“

Am 12. September entführt Carmen-Simona Jordan, Professorin für Chemie und chemische Prozesstechnik, ihre Zuhörer in die „Hexenküche“. Sie wird wissenschaftliche Prinzipien der molekularen Gastronomie erläutern und dabei Liveexperimente vorführen. „Wir bereiten unter anderem die perfekte Martinsgans zu und stellen Fake Kaviar aus Karotten her“, sagte Jordan. Entweder zu Letzterem oder molekularen Cocktails möchte die Professorin die Besucher ihrer Veranstaltung dann auch zur Verköstigung einladen.

Thema anschaulich präsentieren

„Flüchtlinge, Lingen und der t-test ...“ lautet das Thema einer Vorlesung am 24. Oktober von Markus Schmidt-Gröttrup, Professor für Mathematik und quantitative Methoden. Laut Schmidt-Gröttrup könne man aus den Daten einer 2015 in Lingen durchgeführten Umfrage zu Flüchtlingen ein „Gemisch von Gefühlen“ zu diesem Thema bei den Befragten herauslesen. Auf Nachfrage von Ramelow versicherte er, dass nur ein wenig Mathematik in seiner Veranstaltung vorkomme: „Ich werde das Thema so anschaulich wie möglich präsentieren.“

Anmeldungen ab sofort möglich

Erwin Heinen, Seniorenberater der Stadt Lingen, erklärte, dass alle Veranstaltungen des Seniorencampus um 16.30 Uhr im Hörsaal KD 0201 des Campus Lingen beginnen und circa eine Stunde dauern würden. Anmeldungen zu allen Veranstaltungen nimmt Heinen ab sofort unter Tel. 0591/9144-520 oder per E-Mail an e.heinen@lingen.de entgegen.
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Samstag, 24. März 2018

Tagesfahrt der Senioren nach Dortmund

pm LINGEN. Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen (Ems) bietet eine Tagesfahrt mit dem Bus zum 12. Deutschen Seniorentag am 29. Mai in der Dortmunder Westfalenhalle an.

Das Gesamtprogramm des Seniorentages bietet mehr als 200 Vorträgen, Diskussionen und zahlreichen Mitmachangebote. Unter dem Motto "Brücken bauen" sind die Besucher zum Mitdiskutieren über Bildung, Engagement, Gesundheit, Wohnen, Pflege und vieles mehr eingeladen. Höhepunkt am 29. Mai sind unter anderem die Auftritte des Kabarettisten Eckart von Hirschhausen und der Ärztin Marianne Koch. Abfahrt ist um 7.00 Uhr vom Parkplatz Klaas-Schaper, Frerener Straße 37, in Lingen-Laxten. Die Rückkehr ist gegen 20.45 Uhr geplant. Die Fahrt kostet 25,00 €uro pro Person inklusive Eintritt.

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Weitere Informationen, auch zur Anmeldung, bei Edeltraud Sänger unter Tel 0591/ 13 05 86 36 oder auf www.seniorenvertretung-lingen.de

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Dienstag, 20. März 2018

Senioren fit für den Computer

pm LINGEN. Die Seniorenvertretung Lingen startet in Kooperation mit der Sparkasse, der Gesamtschule Emsland und dem Franziskusgymnasiums Kurse zum Umgang mit Handy, PC, Smartphone und Tablet. Es wird gezeigt, wie man Wats-App und Instagram nutzt und wie man Bilder per iPhone verschickt.

Der Kursus in der Gesamtschule Emsland, Heidekampstraße1in Lingen, umfasst sechs Lehreinheiten a 90 Minuten,  jeweils Donnerstag von 11.45 bis 13.15 Uhr. Die Übungstermine sind am 12. Und 19., 03.,17. und 24. Mai und am 14. Juni. Die Kosten des Kurses betragen 30,00 €uro. Auskunft und Anmeldung ab sofort unter Telefon 0591/7 53 75

Die Schülerfirma „FRANZ-IT“ des Franziskusgymnasiums bietet ebenfalls einen Kurs an. Themen sind: Sicherheut des Computers, Einführung in das Internet, Arbeit mit Browser und Suchmaschine, Arbeit mit Schreibprogrammen, E-Mails einrichten, Möglichkeiten des Internets sowie Übungen / Persönliche Wünsche der Teilnehmer. Der Kursus umfasst zehn Lehreinheiten a 2 Stunden. Jeweils montags und donnerstags wird von 15.30 – 17.30 Uhr unterrichtet. Die Übungstermine sind am 09.,12.,16.,19.,23. und 26. April sowie am 03., 14. Und 17 Mai im Franziskusgymnasium. Kosten 50,00 €uro. Anmeldung ab sofort unter Telefon 0591/46 09

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Dienstag, 13. März 2018


Palmen im Lingener Bahnhof, Testgelände im Industriepark

Schreinemacher stellt Seniorenvertretung Projekte vor

pm LINGEN. Palmen im Lingener Bahnhof, Landmaschinentestgelände im Industriepark, bezahlbarer Wohnraum für niedrige Einkommensgruppen: Stadtbaurat Lothar Schreinemacher hatte dazu 120 Zuhörer in einer Veranstaltung der Lingener Seniorenvertretung informiert.

„Was ist los in Lingen“ So hieß das Motto der Veranstaltung, zu der die Seniorenvertretung in die Halle IV eingeladen hatte. Dazu begrüßte Vorsitzende Ingrid Hermes den Stadtbaurat als Referenten. Dieser gab einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichsten Projekte der Stadt. Anschließend konnten die Bürger in einer Diskussion weitere Einzelheiten erfragen.

 

Mehr Aufenthaltsqualität

Zuerst stellte Schreinemacher die Sanierung des Lingener Bahnhofs vor. Das Gebäude soll so umgestaltet werden, dass es als Tor zur Stadt einlädt und ein neuer Anziehungspunkt für die Bürger wird. Neben der Funktionalität und Barrierefreiheit soll der Bahnhof durch eine hohe Aufenthaltsqualität gekennzeichnet sein. Den Plänen der Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft zufolge ist bis auf die beiden Kopfbauten eine komplette Entkernung der mittleren Eingangshalle und der beiden angrenzenden Seitenflügel vorgesehen. Das so geschaffene große Raumvolumen soll mit großen Pflanzen versehen werden, die dem Ganzen den Eindruck einer Orangerie vermitteln. Gemeint ist damit die Möglichkeit der winterfesten Unterbringung von Pflanzen.













Auch die Umbaupläne für den Bahnhof in Lingen stellte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher bei einer Veranstaltung der Seniorenvertretung vor.

Foto: Thomas Pertz


Weitere Projekte seien zudem in Arbeit – darunter auch der Parkhügel, das Sparkassengebäude auf dem Marktplatz sowie der Alte Hafen. Der Stadtbaurat verwies außerdem auf die Ansiedlung des Testzentrums des Landmaschinenherstellers Krone im Industriepark. Impulse zur Schaffung von günstigem Wohnraum erhofft sich die Stadt durch die Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft.

In einer anschließenden Diskussionsrunde merkten einige Zuhörer unter anderem an, ein Lebensmittelgeschäft für Anwohner in der Innenstadt zu vermissen. Auch gebe es eine Verunsicherung von Fahrradfahrern durch die Kennzeichnung von Straßen und Fahrradwegen mit entsprechenden Symbolen.

 

In der Pause hielt Reinhard Fallkus, Übungsleiter für Gesundheitssport und Sturzpräventation, die Teilnehmer mit Bewegungsübungen bei Laune.

 

Mit dem Dank für eine gelungene Veranstaltung lud Hermes zudem alle Senioren ein, zum zwölften Deutschen Seniorentag nach Dortmund am 29. Mai zu fahren.


Weitere Informationen unter www.seniorenvertretung-lingen.de und post@seniorenvertretung-lingen.de

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Samstag, 03. März 2018


Seniorenvertretung kooperiert mit FRANZ-IT

Schülerfirma organisiert EDV-Kurse

pm LINGEN. Die Seniorenvertretung der Stadt Lingen (Ems) bietet seit Jahren EDV Kurse für Senioren an. Hier vermitteln Schüler den Senioren die Handhabung mit dem Computer. Um einer größeren Gruppe von Senioren die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben, wurde nun mit der Schülerfirma FRANZ-IT des Franziskus-Gymnasiums Lingen eine Kooperation vereinbart.

Die Schüler vermitteln den Senioren die Sicherheit des Computers, Einführung in das Internet, Arbeit mit Suchmaschinen, das Textprogramm sowie das Einrichten von E-Mails. Weiterhin werden die Möglichkeiten des Internets erläutert.

Mitglieder der Seniorenvertretung und die Schüler von FRANZ-IT mit ihren betreuenden Lehrern trafen sich zu letzten Abstimmungen. Der erste Kurs beginnt am Donnerstag, dem 05. April 2018. Es soll zwei Termine in der Woche geben, und zwar Montag und Donnerstag. Beginn ist um 15.30 Uhr. Der Kurs umfasst 10 Termine.

Neben dem Angebot mit der Gesamtschule gibt es nun dank der Kooperation mit FRANZ-IT 20 Plätze für die EDV Senioren Kurse. Anfang März werden die Kurse mit weiteren Informationen angeboten.

















Freuen sich über das Angebot für Senioren: (von links) Karl-Heinz Ossing (stellvetretender Schulleiter Franziskusgymnasium Lingen), Walter Ahlrichs und Ingrid Hermes von der Seniorenvertretung, Jan Pollmann (Franz-IT), die Lehrer Franciskus van den Berghe und Andreas Bethke sowie Daniel Scheid (Franz-IT)

Foto: Seniorenvertretung

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Montag, 19. Februar 2018

Stadtbaurat informiert Senioren

pm LINGEN. Was tut sich in der Stadt Lingen? Stadtbaurat Lothar Schreinemacher steht am Donnerstag, 1. März Rede und Antwort bei einer Informationsveranstaltung der Seniorenvertretung Lingen.

Nach Angabe der Seniorenvertretung berichtet der Stadtbaurat von 15 bis 17 Uhr in der Halle IV über aktuelle Bauprojekte in der Stadt, die viele Veränderungen mit sich bringen. Bürger ab 60 Jahren, die zum Beispiel wissen möchten, wie es weiter geht mit der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes, wie der Planungsstand ist beim Parkhügel oder der Lingener Wohnungsbaugenossenschaft, sind herzlich eingeladen. Schreinemacher stellt sich im Anschluss den Fragen aus dem Publikum.

Anmeldungen

Zudem gibt die Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ingrid Hermes, einen Überblick über die Aktivitäten der Seniorenvertretung Lingen. In den Pausen gibt es Bewegung ganz anderer Art: Übungsleiter Reinhard Fallkus im Bereich der Sturzprävention aktiviert die Anwesenden mit Übungen aus dem Bereich Gesundheitssport.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis Sonntag, 25. Februar, per E-Mail an: post@seniorenvertretung-lingen.de oder montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter 0591 / 9 14 45 20

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Samstag, 20. Januar 2018


Seniorenvertretung ist jetzt online

Viele Infos für Lingener Senioren

pm LINGEN. Die Lingener Seniorenvertretung ist ab sofort online unter www. seniorenvertretung-lingen.de im Netz zu finden. Auf den Internetseiten können speziell Senioren aus Lingen, viele  aktuelle Nachrichten, Informationen sowie Termine finden.

Das Menü sowie die Angebote sind laut einer Pressemitteilung der Seniorenvertretung strukturell einfach zu bedienen. Die Seite ist demnach sowohl für das Smartphone sowie Tablets optimiert und kann dort auch problemlos eingesehen werden.

Auf der Startseite finden die Nutzer die aktuellste Meldung, zudem kann sich jeder dort mit einem Klick über die Terminangebote informieren. Auch eine E-Mail ist schnellstens an die Seniorenvertretung geschrieben. Weiterhin kann man sich über die Seite auch für die Veranstaltungen der Seniorenvertretung anmelden.

Zudem wird es zu aktuellen Themen Umfragen geben, und  um weitere Informationen zur Seniorenarbeit in Lingen zu erhalten, gibt es direkte Verknüpfungen zur Internetseite der Stadt, des Landkreises Emsland und des Landesseniorenrates Niedersachsen.

Unter weiteren Menüpunkten finden Interessierte Informationen zur Seniorenvertretung sowie Termine mit Hintergrundinformationen. Aktuelle Presseberichte, die Seniorenzeitung Drehscheibe, sowie der jährliche Tätigkeitsbericht runden das Angebot ab. Über Anregungen und Wünsche freut sich das Homepageteam, Kontakt ist über die Internetseite oder per Email post@ seniorenvertretung-lingen.de möglich.
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möglich.

Freitag, 12. Januar 2018


Seniorenvertretung richtet Homepage ein

Beiträge per E-Mail einreichen

pm LINGEN. Die Lingener Seniorenvertretung geht online. Ende Januar wird die neue Internetseite freigeschaltet. Beiträge können jedoch ab sofort per E-Mail eingereicht werden.

In einer Arbeitssitzung der Seniorenvertretung hat Vorstandsmitglied Johannes Ripperda die von ihm erarbeitete Homepage der Seniorenvertretung vorgestellt, die unter www.seniorenvertretung-lingen.de zu erreichen sein wird. Mit dem Internetauftritt gehe ein ersehnter Wunsch in Erfüllung, heißt es in einer Mitteilung der Seniorenvertretung.

Auf der Website können sich die Lingener Senioren ab Februar über die vielfältigen Aktivitäten in der Stadt informieren. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass das Angebot übersichtlich und gut lesbar ist. Im Mittelpunkt stehen Veranstaltungen und Angebote von und für Senioren. Der Internetauftrag wird nach Onlinestellung rund zwölf Unterseiten umfassen. Auf der Startseite findet sich zum Beispiel der Menüpunkt „Aktuelles“. Damit „Aktuelles“ immer aktuell ist, werden alle Vereine, Verbände und Organisationen im Lingener Stadtgebiet aufgerufen, Ereignisse, Veranstaltungen und Geschichten aus ihrem Verein per E-Mail an post@seniorenvertretung-lingen.de einzusenden. Viele weiterführende Links auf der Website geben Informationen zu Stadt und Landkreis die für Senioren von besonderem Interesse sind. Zudem können Presseberichte über die Arbeit der Seniorenvertretung und auch die Seniorenzeitung heruntergeladen werden.


Noch befindet sich die Homepage der Seniorenvertretung im Aufbau. Beiträge können aber schon eingereicht werden.

Foto: Roggendorf






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Samstag, 30. Dezember 2017


Senioren diskutieren über Altersbild in der Gesellschaft

Prof. Gerald Kolb referiert auf Einladung der Lingener Seniorenvertreung – Nächste Veranstaltung am 01. März

pm LINGEN. Die neu gewählte Seniorenvertretung der Stadt hat jetzt alle Lingener Senioren zu einer Veranstaltung in die Halle IV eingeladen. Es war laut einer Mitteilung der Seniorenvertretung die erste Zusammenkunft nach Öffnung für alle Lingener, die das 60. Lebensjahr erreicht haben.

In der Vergangenheit waren nur die in der Seniorenarbeit aktiven Mitglieder aus Vereinen und Verbänden eingeladen worden. Die Vorsitzende Ingrid Hermes freute sich über die große Zahl der Anwesenden. Sie begrüßte den Referenten Prof. Gerald Kolb, ärztlicher Direktor des Bonifatius-Hospitals, Frank Botterschulte, Bereichsleiter Jugendhilfe, Arbeit und Soziales, den Seniorenberater der Stadt Lingen Erwin Heinen, Kerstin Knoll vom Seniorenstützpunkt Emsland sowie Annette Wintermann.

Rund 120 Senioren lauschten Kolb bei seinem Vortrag zum Thema: "Das Altersbild in der Gesellschaft". Er  erläuterte den Alterungsprozess von früher zu heute und zeigte auf, welche Möglichkeiten in der Wissenschaft, in der Medizin und in der Prävention bestehen. Laut Kolb steigen mit dem wachsenden Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung auch die Anforderungen an Politik und Gesellschaft. Hier adäquate Lösungen zu finden, die die Wertschätzung gegenüber der älteren Generation ausdrücken, sei eine Herausforderung.  In der anschließenden Diskussion kamen aktuelle Beispiele wie Wohnsituation, Pflegeformen und Teilhabe an Gemeinschaft zur Sprache.

Danach stellten sich die neuen Vorstandsmitglieder der Seniorenvertretung als Ansprechpartner für alle Belange der Senioren hier in Lingen vor. Die Vorsitzende Ingrid Hermes präsentierte die neuen Leitlinien der Seniorenvertretung. Schwerpunkt war auch hier, die Senioren als wichtigen Teil der Gesellschaft zu begreifen.

Planungen für 2018

Die Planung für das Jahr 2018 wurde bekannt gegeben. Die Bücherei Holzberg zeigte eine Auswahl von Büchern, die Senioren betreffen. Die nächste Informationsveranstaltung mit dem Thema: „Was ist los in Lingen?!  – Entwicklung der Stadt Lingen – Angebote für Senioren“, findet am 1. März von 15 – 17 Uhr ebenfalls in der Halle IV an der Lingener Kaiserstraße statt.

Fotos: Walter Ahlrichs

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Samstag, 09. Dezember 2017


Wie ist es im Lookentor mit Handicap?

Ein Rundgang macht Stärken und Schwächen deutlich

Von Johannes Franke

LINGEN. Wie wird die Einkaufspassage Lookentor in Lingen von Menschen mit Handicaps wahrgenommen? Klaus Egbers, Behindertenbeauftragter der Stadt Lingen, Annette Wintermann, Vorsitzende des Sozialausschusses, Ingrid Hermes, Vorsitzende der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen, und die 30-jährige Rollstuhlfahrerin Lea Masselink wollten es genau wissen. Ihr Eindruck: „Von ‚verbesserungswürdig‘ bis ‚vorzüglich‘ war alles dabei.“

Klaus Egbers hat an diesem Vormittag im Rollstuhl Platz genommen. Der Behindertenbeauftragte der Stadt Lingen möchte die Lookentorpassage aus dieser Perspektive erkunden. Sein Anliegen ist es, das Leben und die Würde von Menschen mit Behinderung zu schützen und ihre Benachteiligungen zu beseitigen. Bei dieser Überprüfung und Befragung begleiten ihn Annette Wintermann, Vorsitzende des Sozialausschusses, und Ingrid Hermes, Vorsitzende der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen, die eigens dafür einen Rollator schieben.

Die junge Lingenerin Lea Masselink ist aufgrund ihrer körperlichen Behinderung auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen und begutachtet ebenfalls die Gegebenheiten in den unterschiedlichen Geschäften. Vorschläge, Anregungen und Beschwerden mit Blick auf die Verbesserung der Situation von Menschen mit Handicaps wollen die vier entgegennehmen, auswerten und an die zuständigen Stellen weiterleiten.













Nach zweistündigen Begutachtung der Lookentorpasssage hinsichtlich des behindertengerechten Einkaufens und Verweilens lautete das Fazit von Lea Masselink, Annette Wintermann, Ingrid Hermes, Andreas Bartels und Klaus Egbers (von links): „Von verbesserungswürdig bis vorzüglich war alles dabei.“ Foto: Johannes Franke


Am Treffpunkt, dem Seiteneingang der Passage, stellen sie fest: „Die schwere Tür lässt sich von außen und innen nicht von einem Rollstuhlfahrer öffnen. Hier fehlt, wie im Eingangsbereich in der Looken- und Marienstraße vorhanden, ein elektrischer Türöffner“, sagt Klaus Egbers. Das sieht auch Centermanager Andreas Bartels so und will im Dialog mit dem Behindertenbeauftragten für Lösungsvorschläge und Abhilfe sorgen, zumal sich in der Nähe Behindertenparkplätze befinden.

Für Behinderungen sorgen einige kreuz und quer abgestellte Fahrräder in der Lookenstraße, die somit ein unbehindertes „Betreten“ der Passage erschweren. Für Sehbehinderte regt Klaus Egbers ein „taktiles Leitsystem“ an, um sicher in die Einkaufspassage zu gelangen und sie zu durchlaufen.

Viele Bänke, die aber zu niedrig sind

Bänke gibt es in der Passage reichlich, „doch die sind für ältere Menschen und Behinderte zu niedrig“, meint Annette Wintermann. Im Vergleich zu den Rollator-Sitzflächen sind sie tiefer angebracht und ohne Abstützmöglichkeiten könnten einige nur schwerlich aufstehen. Die Sitzmöglichkeiten im Untergeschoss am Brunnen entsprechen in etwa der Rollator-Sitzhöhe und seien passender.

Die Besichtigung der vielfältigen Geschäfte zeigt vor allem eins: Alle Mitarbeiter sind sehr freundlich, hilfsbereit und wollen Verbesserungsvorschläge weitergeben und nach Möglichkeit umsetzen. Das betrifft vor allem die Bekleidungsgeschäfte mit ihren Umkleidekabinen. Meistens sind die Hauptgänge breit genug, doch einige Zwischengänge sind zu schmal, wie auch der Weg zur Kasse. Kleiderständer stehen den Rollstuhlfahrern, vor allem den breiteren Gefährten oder Zwillingskinderwagen, im Wege. Einzelumkleidekabinen sind reichlich vorhanden, manchmal auch breitere und vorbildlich ausgestattete, doch das ist nicht überall der Fall. Auf mögliche Lösungsvorschläge reagieren die Verkäuferinnen wohlwollend und konstruktiv und das Personal hilft. Im Bedarfsfall auch bei der Fahrstuhlbenutzung. Die Hinweise zum Fahrstuhl müssten aber in einigen Fällen besser ausgeschildert werden, so die Wahrnehmung beim Rundgang.

Tür öffnet sich schwer

Vor dem Aufzug in der Passage herrscht reger Betrieb. Hinweise zum Parkdeck und zur Toilette sind vorhanden, aber die zur behindertengerechten Toilette fehlt vor und im Aufzug und auch im Erdgeschoss. Im Untergeschoss weisen Piktogramme auf die Behindertentoilette mit einem Wickelraum hin. Nur schwer lässt sich die Tür öffnen.

„Es fehlt aber ein Wickeltisch für Erwachsene und die Türöffnung- und Verschlusssituation muss geklärt werden“, protokolliert Egbers. Eine behindertengerechte Toilette mit Wickeltisch für Kinder und Erwachsene sei im Erdgeschoss unbedingt notwendig. Auch müsse der Kinderwagen mithineingenommen werden können.

Fest montierte Hocker behindern den Zugang zu den Esstischen eines Restaurants im Untergeschoss, sodass Lea Masselink mit ihrem Rollstuhl nur schwerlich dort essen könnte. Insgesamt gesehen aber sind viele Geschäfte „behindertengerecht und vorbildlich angelegt“, lobt Ingrid Hermes. In anderen wiederum gäbe es aufgrund der vielen Stopper und Verkaufsförderungsmaterialien jedoch fast kein Durchkommen. Wenn während sonntäglicher Aktionen oder Ausstellungen, wie kürzlich zum Advent, die Tiefgarage geöffnet wäre, würde das eine große Erleichterung für Menschen mit Handicaps bedeuten. Die Teilnehmer der Begehung äußerten abschließend den Wunsch, dass die Anregungen und Hinweise bald umgesetzt würden, um somit auf Dauer in einer absolut barrierefreien Lookentorpassage verweilen und einkaufen zu können.

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                            Samstag, 11. November 2017

 

Senioren in Lingen für ein differenziertes Altersbild

Vertretung stellt Aktivitäten vor

Von  Thomas Pertz

LINGEN. Die neu gewählte Seniorenvertretung in Lingen um ihre Vorsitzende Ingrid Hermes nimmt Fahrt auf. Am 30. November lädt die Mitgliederversammlung der Seniorenvertretung interessierte Bürger zu einem Vortrag in die Halle IV ein. Der Titel: „Ich will keinen Seniorenteller“.

Der Titel macht stutzig und regt zum Nachdenken an. Das solle er auch, betonten Mitglieder der Seniorenvertretung in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Überschrift solle deutlich machen, dass es nicht „den“ Senioren gebe und das Bild, das diesem Teil der Gesellschaft von außen zugewiesen werde, häufig gar nicht mit der Realität übereinstimme, sagte Hermes.

Zwei bis drei Altersgenerationen

Ursula Ramelow sprach von zwei bis drei Altersgenerationen, wenn sie die heute 60-Jährigen bis 90 Jahre und noch älteren Menschen betrachte, alle mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Aktivitäten und Erwartungen. Darauf wird der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Geriatrie des Bonifatius-Hospitals in Lingen, Prof. Dr. Gerald Kolb, in seinem Vortrag am 30. November eingehen. Die Veranstaltung findet von 15 bis 17 Uhr in der Halle IV an der Kaiserstraße statt.

Dorthin will die Seniorenvertretung auch künftig zu Veranstaltungen einladen. Bislang hatte das Gremium mit Vertretern der Seniorenarbeit aus Vereinen und Verbänden im DRK-Heim getagt. Wenn sich die Seniorenvertretung aber stärker öffnen wolle, müsse sich das auch räumlich ausdrücken, sagte Hermes. Jede Versammlung in der Halle IV, zu der alle interessierten Bürger um die 60 Jahre eingeladen seien, werde ein bestimmtes Thema haben.

Altersdiskriminierung

Im Frühjahr soll es um Veränderungen in der Stadt gehen, auch um aktuelle Angebote für Senioren. Das Thema im Sommer werde sich um Altersdiskriminierung drehen, sagte Gustav Dietrich. Er nannte als Beispiel das Auslaufen von Verträgen bei Versicherungen, die nicht mehr verlängert würden. Auch Schwierigkeiten älterer Menschen bei der Vereinbarung von Krediten bei Banken seien ein Thema, so Walter Ahlrichs und Edeltraud Sänger.

Ganz wichtig sei ihr in der weiteren Arbeit der Seniorenvertretung auch, das Gespräch mit der jüngeren Generation zu suchen, sagte Sänger. Eine Konfrontation zwischen Alt und Jung nutze niemandem. „Der eine profitiert vom anderen, ergänzte Ramelow.

„Raus aus den Sesseln“

Die Seniorenvertretung möchte mit ihren Aktivitäten Senioren unterschiedlichen Alters in Lingen zum Mitmachen bewegen. „Raus aus den Sesseln“ laute die Devise, unterstrich Walter Ahlrichs.

Die Seniorenvertretung in Lingen (von links) Johannes Thelen, Gerd Hoffschröer, Meta Scharf, Johannes Ripperda, Brigitte Brüggmann, Heinz Feldmann, Ursula Ramelow, Walter Ahlrichs, Edeltraud Sänger, Gustav Dietrich und Ingrid Hermes. Foto: Richard Heskamp

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Donnerstag, 07. September 2017


Seniorenvertretung erarbeitet Ziele bei Klausurtagung

Gemeinsame Werte, Visionen und Ziele sollen entwickelt werden -

Gremium will generationsübergreifend wirken

pm LINGEN. Um erfolgreich in den nächsten viereinhalb Jahren ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Senioren in Lingen ausüben zu können, haben sich die Mitglieder der Seniorenvertretung zu einer Klausurtagung im Bürgerzentrum Gauerbach eingefunden. Als Coach wurde laut einer Mitteilung der Seniorenvertretung die Bereichsleiterin der Ländlichen Erwachsenenbildung, Dabriele Wosnitza aus Osnabrück gewonnen. Drei Arbeitsgruppen hefteten ihre Ideen zu den Themen an: persönliche Motivation, Ziele der Seniorenvertretung und Arbeitsfelder für die nächsten Jahre.

Nach sechs Stunden Arbeit kristallisierten sich eine Reihe von wichtigen Themen heraus: der Vorstand der Seniorenvertretung will gemeinsame Werte, Visionen und Ziele entwickeln, die Motivation der einzelnen Mitglieder fördern und dadurch Kreativität und Wohlbefinden erreichen. Außerdem möchte die Seniorenvertretung ein aktives Team sein, das die Wünsche der Senioren ernst nimmt und sie bei den Gremien der Stadt vertritt. Sie möchte parteiübergreifend das Ansehen der älteren Generation stärken und eine barrierearme Stadt einfordern und so zum Beispiel den täglichen Einkauf erleichtern. Die Seniorenvertretung will generationsübergreifend wirken.

Die SEnioren der Stadt sollen künftig auf unterschiedlichste Weise über Bildungsangebote und kulturelle Veranstaltungen informiert werden, um die Teilnahme zu fördern und zu ermöglichen. Als Beispiel werden in der Mitteilung der Seniorencampus, PC-Kurse, Gedächtnistraining, Fahrten, Kino- und Theaterbesuche sowie weitere Gruppen- und Veranstaltungsangebote genannt.


Fotos: Richard Heskamp

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Donnerstag, 27. Juli 2017


Besuch bei Altbischof Kruse

Seniorenvertreter zu Gast in Berlin

pm LINGEN. Das Redaktionsteam der Lingener Seniorenzeitung „Drehscheibe“ hat in Berlin Altbischof Martin Kruse besucht. Dies hat die Stadt mitgeteilt.

Anlass des Besuchs bei Kruse, der Ehrenbürger der Stadt Lingen ist, war die Absicht, in der Seniorenzeitung einen Bericht zum Lutherjahr zu schreiben. Die Lingener erfuhren von Kruse vieles, was dieser während seiner Zeit in Berlin erlebt hat und die Amtszeit des Altbischofs prägte: Der CDU-Politiker Peter Lorenz wurde entführt, Benno Ohnsorg erschossen, circa 160 Häuser wurden besetzt und die Mauer fiel. Kruse berichtet von spontanen Dankgottesdiensten und Andachten in der Gedächtniskirche.

Die eigentlichen Fragen drehten sich jedoch um Luther. So wurde ausführlich über die 95 Thesen diskutiert: Was würde Luther zu der heutigen Zeit sagen? Welche Rolle hat die Frau mit dem Blick auf den heutigen gesellschaftlichen Wandel.

Ein wichtiges Thema war Kruses Meinung zur Ökumene. „Ich hoffe, dass sie weiter fortschreitet, damit alle Christen dieser Welt ein starkes Gefüge bilden“, erklärte der Altbischof hierzu.

Den Berlinaufenthalt nutzten die Lingener zu einem kurzfristig angesetzten Treffen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann. Dieser erläuterte seine Tätigkeit und führte die Besucher durch die Räumlichkeiten des Bundestages und den Reichstag.


Die Lingener übergaben bei ihrem Besuch dem Ehrenbürger der Stadt Lingen, Altbischof Martin Kruse, und dessen Frau eine Nachbildung der Lingener Kreuzkirche.

Foto: Walter Ahlrichs

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Freitag, 10. März 2017


Ingrid Hermes erhält die meisten Stimmen

240 Bürger beteiligen sich an Wahl zur Seniorenvertretung

Von Thomas Pertz

LINGEN. Rund 240 Bürger haben am 8. März 2017 in Lingen den neuen Vorstand der Seniorenvertretung gewählt. Die meisten Stimmen (285) in dem elfköpfigen Gremium konnte Ingrid Hermes, Vorsitzende des Seniorenvereins „Gelingen“, auf sich vereinigen.

Mit der Resonanz sei er sehr zufrieden, sagte Seniorenberater Erwin Heinen auf Anfrage unserer Redaktion. Um 15.30 Uhr hatte die Wahl begonnen. Das Gedränge im Ratssitzungssaal war groß. Jeder Wähler hatte insgesamt elf Stimmen, die einem oder mehreren Kandidaten gegeben werden konnten.

Neben Ingrid Hermes wurden entsprechend dem Ergebnis außerdem gewählt: Meta Scharf, Walter Ahlrichs, Ursula Ramelow, Johannes Ripperda, Gerhard Hoffschroer, Gustav Dietrich, Johannes Thelen, Brigitte Brüggmann, Heinz Feldmann und Edeltraud Sänger.

Auf breiter Basis

Die Kandidaten hatten sich vor der Wahl im Sitzungssaal den Bürgern vorgestellt. Dies sei sehr gut angekommen, meinte Heinen. Lingens Zweiter Bürgermeister Stefan Heskamp hatte die Senioren – wahlberechtigt waren Lingener Bürger ab 60 Jahren – begrüßt. Heskamp hob hervor, dass durch die direkte Wahl des Vorstandes die Seniorenarbeit in Lingen auf eine breitere Basis gestellt werde.

Am Ablauf der Wahl hatte es aber auch Kritik gegeben. So hatte ein älterer Bürger gegenüber unserer Redaktion kritisiert, dass er die angegebene Zeit (15.30 Uhr) zur Stimmabgabe nicht einhalten könne. Einer anderen Bürgerin, die kurz vor 17 Uhr wählen wollte, war dies nicht mehr möglich, weil die Wahl bereits beendet war.

Seniorenberater Heinen sicherte zu, dass das Wahlverfahren für das nächste Mal nachgearbeitet werden solle.




Der neu gewählte Vorstand der Seniorenvertretung in Lingen: (von links stehend) Gerd Hoffschroer, Ursula Ramelow, Edeltraud Sänger, Meta Scharf, Johannes Ripperda, Ingrid Hermes, Heinz Feldmann, (von links sitzend) Gustav Dietrich, Johannes Thelen und Walter Ahlrichs. Es fehlt Brigitte Brüggmann.

Foto: Stadt Lingen

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