"Wir Gemeinsam"

 

Pressearchiv Januar - April 2022

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Sonntag, 17. April 2022


Drei Dinge sind wichtig: Laufen, Lernen & Lachen
Lingen (eb) – Mit einem Vortrag über die Möglichkeiten einer aktiven Lebensgestaltung im Alter hat der ehemalige Vizekanzler und ehemalige Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, Franz Müntefering, 120 Menschen in Lingen-Brögbern begeistert.


Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion mit dem SOVD-Landesvorsitzenden Bernhard Sackarendt und der Pflegewissenschaftlerin Rosa Mazzola hat er die Notwendigkeit herausgestellt, dass alle Altersgruppen gemeinsam an Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen arbeiten müssen.


Organisiert hatte die Veranstaltung der SOVD-Ortsverband Lingen in Verbindung mit der Lingener Seniorenvertretung. Federführend hatte sich Siggi Gebbeken, Vorsitzender des Lingener Ortverbandes, um den Auftritt Münteferings gekümmert. Gebbeken zeigte sich in seiner Begrüßungsansprache dankbar, dass Müntefering sich bereiterklärt hatte, den Vortrag zu halten. „Und ich freue mich, dass wir mit dieser Veranstaltung das Interesse so vieler Menschen wecken konnten“, so Gebbeken.


Wie Müntefering gleich zu Beginn seines Vortrags darlegte, sei die Auffassung falsch, dass man über das Alter nicht reden müsse, da man von selbst älter werde. Wichtig sei, sich darüber Gedanken zu machen, welche Ziele auch im Der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering tritt beim Sozialverband in Lingen auf – Aktive Lebensgestaltung im Alter fortgeschrittenen Alter noch verfolgt werden  könnten. Besonders mit Blick auf die Einsamkeit sei es nötig, sich aktiv um soziale Kontakte zu bemühen und diese Situation nicht als gegeben zu akzeptieren. „Wir dürfen das nicht einfach so laufen lassen“, so Müntefering.
Zum Rezept für ein aktives Leben im Alter gebe es drei zentrale Dinge: Laufen, Lernen und Lachen, die drei L’s, wie sie Müntefering nennt. Das Lernen habe eine große Bedeutung. Wer weiterhin breit sei, sich neues Wissen anzueignen, könne auch die aktuellen Herausforderungen besser bewältigen. Man müsse beispielsweise kein Experte in der Digitalisierung werden. „Das bin ich auch nicht“, gab Müntefering zu. Aber wer heute ein Smartphone bedienen könne, habe mehr Möglichkeiten, als jemand, der nicht bereit sei, sich mit der modernen Technik auseinanderzusetzen. Deswegen habe er sich dazu entschlossen, ein Smartphone zu nutzen.


Gleichzeitig könne das L nicht nur für das Lernen, sondern auch für das Lehren stehen, denn das Wissen der Älteren sei heute gefragt. „Jeder kann sich mit seinen Erfahrungen einbringen und beispielsweise Nachhilfe geben, wenn er die notwendigen Kenntnisse besitzt“, so Müntefering.  Laufen sei eine weitere Möglichkeit, um sich aktiv zu betätigen. Bewegung müsse auch im Alter eine Rolle spielen. „Der Spaziergang oder auch eine regelmäßig betriebene sportliche Betätigungen ist das A und O, um sich fit zu halten. Das macht man am Besten in der Gruppe mit Gleichgesinnten, mit denen man im Anschluss noch einen Kaffee oder ein Bier trinken geht“, erklärte der Ex-Politiker. So könne man auch der Einsamkeit vorbeugen, denn ein Gespräch wirke sich positiv auf das Wohlbefinden aus. In diesem Sinne sei auch das Lachen gemeint.


Die Podiumsdiskussion, die von Katharina Mehring moderiert wurde, vertiefte die von Müntefering aufgeworfenen Thesen. Bernhard Sackarendt machte darauf aufmerksam, dass es viele ältere Menschen gebe, die wegen ihrer finanziellen Situation Schwierigkeiten hätten, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.
„Wer wenig zum Leben hat, dem wird es erschwert, an Aktivitäten teilzunehmen“, sagte der SoVD-Landesvorsitzende. Er forderte deshalb, dass die Voraussetzungen geschaffen werden müssten, um ältere Menschen zu unterstützen und Altersarmut vorzubeugen. Gleichzeitig müssten Barrieren abgebaut werden, um die Teilhabe der Senioren zu ermöglichen.









Franz Müntefering diskutierte gemeinsam mit Moderatorin Katharina Mehring, Rosa Mazzola und Bernhard Sackarendt (v. l.) in Lingen über die aktive Lebensgestaltung im Alter.                                                                     SOVD-Foto


Mit Blick auf das Emsland sorgte Rosa Mazzola, Professorin für Pflegewissenschaf-ten an der Hochschule Osnabrück, für viel Applaus. Sie legte dar, dass hier besonders ältere Frauen vor Problemen stünden, da sie wegen der traditionellen Familienstrukturen oft von Altersarmut betroffen seien. „Frauen werden älter als Männer, aber sie haben nichts davon, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen“, machte Mazzola deutlich.


„Wenn der Mann stirbt, müssen Frauen oft mit wenig Rente auskommen, da sie in den meisten Fällen wegen der Kindererziehung keiner beruflichen Tätigkeit nachgegangen sind oder nur in Teilzeit gearbeitet haben“, sagte Mazzola. Die Witwenrente reiche selten. Auch seien Frauen oft diejenigen, die Pflege für Angehörige leisten. Dies werde nicht entsprechend entlohnt. Die im Emsland oft getätigte Aussage „Willkommen bei den Machern“ gehe auf Kosten der Frauen, die ihren Männern ermöglichten, ihren Beruf ohne Einschränkungen auszuüben.

Müntefering und Sackarendt schlossen sich dieser Meinung an. Müntefering betonte darüber hinaus, dass es notwendig sei, sich aktiv einzubringen. In den Kommunen müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Senioren, beispielsweise über Seniorenvertretungen, einzubinden. Gemeinsam solle an bestehenden Problemen gearbeitet werden. Er appellierte: „Sprechen Sie mit den jungen Menschen und bleiben Sie offen für neue Ideen.“ Älterwerden sei kein Problem, sondern Teil der Lösung für zukünftige Herausforderungen, teilt der Sozialverband abschließend mit.
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Dienstag, 15. März 2022


Seniorenvertretung: Ältere mitnehmen in die digitale Welt

LINGEN Viele Ältere drohen in der zunehmend digitalen Welt abgekoppelt zu werden. „Selbst bei einfachen Dingen wie Terminabsprachen für Behördenbesuche oder Überweisungen bei der Bank sind Menschen ohne Internetzugang im Nachteil“, stellte die Vorsitzende der Seniorenvertretung in Lingen, Mechthild Goldschmitt fest. Laut einer Mitteilung der Seniorenvertretung fordert Goldschmitt ein „Recht auf analoges Leben“, spricht von Diskriminierung der Älteren.


Dabei wolle die Seniorenvertretung die Digitalisierung nicht grundsätzlich aufhalten. Aber da sich viele Ältere ohne Smartphone, Tablet oder Computer oft hilflos fühlen, verlangt Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung, einen besseren analogen Service von Behörden, Banken und Sparkassen und anderen Institutionen.


Aufgrund der ausgedünnten Filialnetze seien viele Senioren nicht mehr in der Lage, ohne fremde Hilfe die eigene Rente abzuholen, heißt es.                                pm
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Sonntag, 13. März 2022

Hilflos ohne Smartphone
Seniorenvertretung warnt: Die Älteren werden abgekoppelt
Lingen (eb) - Viele Ältere drohen in der zunehmend digitalen Welt abgekoppelt zu werden. „Selbst bei einfachen Dingen wie Terminabsprachen für Behördenbesuche oder Überweisungen bei der Bank sind Menschen ohne Internetzugang im Nachteil“, stellte die Vorsitzende der Seniorenvertretung in Lingen laut einer Pressemitteilung fest.


Mechthild Goldschmitt fordert ein „Recht auf analoges Leben“, spricht von Diskriminierung der Älteren und sieht sich damit einig mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) deren Vorsitzende, die ehemalige Sozialministerin des Saarlandes Regina Görner beklagt, kein Hersteller mache sich Gedanken, wie Nutzer mit digitalen Anwendungen klarkommen, heißt es weiter in der Mitteilung der Seniorenvertretung.


Dabei wolle die Seniorenvertretung die Digitalisierung nicht grundsätzlich aufhalten. Aber da sich viele Ältere ohne Smartphone, Tablet oder Computer oft hilflos fühlen, verlangt Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung, einen besseren analogen Service von Behörden, Banken und Sparkassen sowie allen Institutionen, die nur noch digital erreichbar sind.


„Termine müssen sich auch telefonisch vereinbaren lassen und das Online-Banking muss durch Schalterzeiten für Ältere oder durch mobile Geschäftsstellen ergänzt werden“, heißt es bei der Seniorenvertretung. Aufgrund der ausgedünnten Filialnetze seien viele Seniorinnen und Senioren schon nicht mehr in der Lage, ohne fremde Hilfe die eigene Rente abzuholen, kritisiert die Seniorenvertretung und nennt „diese Ausgrenzung einen unhaltbaren Zustand.“
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Montag, 21. Februar 2022


Senioren: Preisanstieg belastet Ältere

LINGEN Der Preisanstieg in Deutschland wird nach Angaben der Seniorenvertretung in Lingen für immer mehr Ältere zu erheblichen Belastung „Start steigende Energie- und Lebenshaltungskosten sind für einkommensschwache Rentnerhaushalte kaum noch zu tragen“, stellt die Vorsitzende Mechtild Goldschmitt in einer Pressemitteilung fest.


Sie fordert finanzielle Hilfen des Staates für Bezieher niedriger Renten und Einkommen. Die Bundesregierung plant einen Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger, Seniorenvertretungsmitglied Siegfried Gebbeken hält aber weiter Entlastungen für mehr Haushalte mit geringen Einkünften für notwendig: „Wer kann sich die durch die Decke gehenden Energiepreise noch leisten?“           pm
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Sonntag, 30.Januar 2022

 

Impfquoten erfassen

Lingen (eb) - Die Seniorenvertretung in Lingen fordert eine flächendeckende Erfassung der Impfquoten in Alten- und Pflegeheimen. „Immer noch gibt es viel zu große Corona-Impflücken bei den über 50-Jährigen, das sind knapp drei Millionen ungeimpfte Ältere in Deutschland“, wird die Vorsitzende der Seniorenvertretung Lingen, Mechthild Goldschmitt. „Gerade die Älteren sind aber nach einer Corona-Infektion besonders gefährdet und müssen häufig stationär behandelt werden.“


Vor diesem Hintergrund hält Seniorenvertretungsmitglied Georg Thole eine genaue Ermittlung der Impfquoten gerade in den Alten- und Pflegeheimen für unverzichtbar. „Es kann nicht sein, dass dort unbeobachtete Lücken mit neuen Gefährdungen und Ausbreitungsherden entstehen!“

https://strato-editor.com/.cm4all/uproc.php/0/Logos/.lingener-tagespost_Web.jpg/picture-400?_=17639451770
Die Seniorenvertretung unterstützt außerdem die Pläne von Bund und Ländern, die Impfkampagnen wegen des starken Anstiegs der Omikron-Infektionen massiv zu erhöhen. Jetzt müsse schnell gehandelt werden, damit man ohne Überlastung der Kliniken durch den Winter komme, heißt es bei der Seniorenvertretung.
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Samstag, 29. Januar 2022

Seniorenvertretung fordert Erfassung

LINGEN Die Seniorenvertretung in Lingen fordert eine flächendeckende Erfassung der Impfquoten in Alten- und Pflegeheimen. „Immer noch gibt es viel zu große Corona-Impflücken bei den über 50-Jährigen, das sind knapp drei Millionen ungeimpfte Ältere in Deutschland“, wird die Vorsitzende der Seniorenvertretung Lingen, Mechthild Goldschmitt, in einer Pressemitteilung zitiert.

https://strato-editor.com/.cm4all/uproc.php/0/Logos/.ELKurier_Web.jpg/picture-400?_=176399bc2f0
Vor diesem Hintergrund hält Seniorenvertretungsmitglied Georg Thole eine genaue Ermittlung der Impfquoten gerade in den Alten- und Pflegeheimen für unverzichtbar. „Es kann nicht sein, dass dort unbeobachtete Lücken mit neuen Gefährdungen und Ausbreitungsherden entstehen!“                                                                         pm
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Sonntag, 09. Januar 2022


Seniorenvertretung ruft zum Impfen auf

Lingen (eb) - Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen appelliert an die Älteren, sich auf jeden Fall vollständig gegen das Corona-Virus impfen zu lassen.
„Der Berliner Virologe Christian Drosten warnt, dass es vor allem für Ungeimpfte über 60 Jahre richtig gefährlich wird“, mahnte die Vorsitzende der Seniorenvertretung Mechthild Goldschmitt. Zwar gebe es offenbar bei der aktuellen Mutante weniger schwere Verläufe als bei der Delta-Variante. „Senioren droht aber dennoch bei einer Omikron-Infektion deutlich häufiger die Einweisung in eine Klinik“, sagte Goldschmitt. Jetzt komme es darauf an, möglichst viele Bürger in kürzester Zeit zu impfen.

Heinz Peter Gebhardt, stellvertretender Vorsitzender der Seniorenvertretung  drängt darauf, dass schnellstens die Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte mit der Impfung beginnen können. Bund und Länder hatten sich zwar grundsätzlich auf eine Beteiligung dieses Personenkreises verständigt, über notwendige Regeln und Schulungen ist allerdings noch nicht entschieden.

„Jetzt muss es schnell gehen, damit die Menschen geschützt sind“, fordert die Seniorenvertretung Lingen
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Donnerstag, 06. Januar 2022

Seniorenvertretung ruft zum Impfen auf

LINGEN  Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen appelliert erneut an die Älteren, sich auf jeden Fall vollständig gegen das Corona-Virus impfen zu lassen.
„Der Berliner Virologe Christian Drosten warnt, dass es vor allem für Ungeimpfte über 60 Jahre richtig gefährlich wird“, mahnte die Vorsitzende der Seniorenvertretung Mechthild Goldschmitt in einer Pressemitteilung.


Zwar gebe es offenbar bei der aktuellen Mutante weniger schwere Verläufe als bei der Delta-Variante. „Senioren droht aber dennoch bei einer Omikron-Infektion deutlich häufiger die Einweisung in eine Klinik“, wird Goldschmitt zitiert. Jetzt komme es darauf an, möglichst viele Bürger in kürzester Zeit zu impfen.


Heinz Peter Gebhardt, stellvertretender Vorsitzender der Seniorenvertretung  drängt darauf, dass schnellstens die Voraussetzungen geschaffen werden, damit auch Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte mit der Impfung beginnen können. Bund und Länder hatten sich zwar grundsätzlich auf eine Beteiligung dieses Personenkreises verständigt, über notwendige Regeln und Schulungen ist allerdings noch nicht entschieden.


„Jetzt muss es schnell gehen, damit die Menschen geschützt sind“, fordert die Seniorenvertretung Lingen.
pm
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