Seniorenvertretung in der Stadt Lingen (Ems)

Wir für Euch!

Presseberichte

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Mittwoch, 20. Januar 2021

Walter Ahlrichs freut sich auf den Impfstart

84-jähriger Lingener versucht, einen Corona-Impftermin per Telefon zu bekommen

Von Carsten van Bevern

 

LINGEN Walter Ahlrichs aus Lingen ist 84, sehr aktiv - und gehört zur Corona-Risikogruppe. Damit er bald wieder mehr unternehmen kann, möchte er sich schnell gegen das Coronavirus impfen lassen. Zweimal hat der Lingener Senior daher schon die Telefonhotline angerufen. Am 28. Januar wird er ein drittes Mal die Nummer wählen, um einen Impftermin zu vereinbaren.








Foto: Britta Petersen/dpa

0800 9988665. Das ist die Nummer der niedersachsenweit geschalteten Hotline zur Vereinbarung vom Impfterminen gegen das Coronavirus. Walter Ahlrichs kennt die Nummer. Zweimal schon hat der Lingener, der mit seinen 84 Jahren zur sogenannten Risikogruppe gehört, diese Nummer gewählt.

Denn er möchte möglichst schnell geimpft werden: "Wie auch meine zwei Jahre jüngere Frau. Wir sind beide sehr aktiv, haben einen großen Bekanntenkreis. Und dass man sich nun schon lange nicht mehr mit Freunden treffen kann, das geht einem doch langsam auf den Keks."

Seit vielen Jahren schon trifft er sich jeden Montag mit Gleichgesinnten zu einer Fahrradtour in die Umgebung, er engagiert sich in der Lingener Seniorenvertretung und gestaltet dort die Zeitschrift Drehscheibe mit und ist auch in der Gemeinschaft der Henkel-Pensionäre aktiv. Eigentlich, denn die Corona-Pandemie hat ihm einen Strich durch viele seiner Freizeitaktivitäten gemacht.

"Ich hoffe, dass es bald losgeht mit den Impfungen     Walter Ahlrichs

Man wird ja auch langsam etwas nervös bei den         Foto: Seniorenvertretung

jedenTag veröffentlichten Zahlen", berichtet Ahlrichs in einem Telefonat mit unserer Redaktion. In unserer Zeitung habe er dann die Nummer der Hotline gelesen und sich gleich notiert.

Vor zwei Wochen habe er dann zum ersten Mal die Nummer gewählt. Und er ist auch durchgekommen. Nur: "Eigentlich habe ich in dem Gespräch nur die Auskunft bekommen, dass Termine noch nicht vereinbart werden können. Es sei schlicht noch kein Impfstoff vorhanden."

Schließlich habe er in der Lingener Tagespost gelesen und auch in den Nachrichten gehört, dass in den Senioren- und Pflegeheimen mit den Impfungen begonnen worden sei. "Das ist ja auch richtig, dass zunächst pflegebedürftige Personen und das dort eingesetzte Personal geimpft werden. Mich wundert auch etwas, dass sich dort noch nicht einmal alle Personen impfen lassen. Ich bin dort tatsächlich von einer nahezu kompletten Impfbereitschaft ausgegangen." 

Die Meinung der Seniorenvertretung: Einige Senioren, die die Hotline zum Teil auch noch gar nicht erreicht haben, haben sich anschließend bei der Lingener Seniorenvertretung gemeldet. "Das treibt die Menschen um, dass sie zu den Impfungen und den Terminen keine genauen Informationen bekommen", berichtet der Geschäftsführer des Verbandes, Johannes Ripperda, auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein besonderes Problem sei auch die fehlende Mobilität bei vielen Personen in dieser Altersgruppe. Ripperda: "Viele wissen einfach nicht, wie sie ins Impfzentrum kommen sollen." 

Die Seniorenvertretung kritisiert daher auch das Verfahren der Information der „über-80-jährigen“ über die Impftermine durch das Sozialministerium           Johannes Ripperda

des Landes und bezeichnet dies in einer Presse-            Foto: Seniorenvertretung

mitteilung als "verfehlt und abwegig". „Wieso greift

man nicht auf die von den Kommunen angebotene dezentrale Lösung mithilfe der Einwohnermeldeämter zurück?“, fragt Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung. So könnte man sicherstellen, dass die von der Ständigen Impfkommission priorisierten Impfberechtigten auch tatsächlich über den Impfablauf und die Terminvergabe informiert werden. Die Kommunen würden über ein umfassendes Melderegister mit allen wesentlichen Daten und Informationen verfügen.

Und was sagt der Lingener Seniorenberater? Diese Meinung vertritt auch Erwin Heinen. Er ist Seniorenberater der Stadt Lingen und damit ein weiterer Ansprechpartner für besorgte Senioren. Rund ein Dutzend Anrufe hat er zu diesem Thema in den letzten Tagen bekommen: "Oft sind es ältere Personen, deren Kinder weit weg wohnen, und die daher nicht wissen, wie sie dorthin kommen sollen." Er hofft daher auch, dass die Kommunen künftig ein Stück weit die Organisation vom Land übernehmen können. "Ich glaube schon, dass wir das vor Ort mit unseren Kenntnissen besser regeln können. Der Landrat ist meines Wissens auch dran an diesem Thema."

Und Walter Ahlrichs? Er hat vor wenigen Tagen zum zweiten Mal die Nummer der Hotline gewählt. Und ist wieder durchgekommen. "Ab dem 28. Januar soll ich mich wieder melden, ab diesem Tag können voraussichtlich Impftermine vereinbart werden." Der Tag ist bei den Ahlrichs im Kalender sicher rot angestrichen. Er wird einer der ersten sein, der sich an diesem Tag bei der Hotline melden wird. 

Die Hotline 0800 9988665 des Landes Niedersachsen ist von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr zu erreichen. Neben Terminvereinbarungen können dort auch Fragen rund um die Covid 19-Impfung geklärt werden.

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                                    Sonntag, 17. Januar 2021








Seniorenvertretung-Foto

Neue „Drehscheibe“: Senioren schreiben für Senioren

Lingen (beck) - „Die aktuelle 26. Ausgabe der „Drehscheibe“ ist ab sofort in allen Ausgabestellen in Lingen erhältlich“, so Johannes Ripperda (Foto), Redaktionsleiter der Seniorenzeitung. Titelthema der Ausgabe sind Erfahrungsberichte mit der Corona-Pandemie. Zudem gibt es ein Interview mit der Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim, einen Bericht über 100 Jahre Pfadfinder Lingen und natürlich das Rätsel sowie die Kolumne Opa Lingen. Ein bunter Strauß an Informationen, Berichte und Unterhaltung laden zum Lesen ein.

 „Die Lingener Seniorenzeitung „Drehscheibe“ soll eine Zeitschrift von Älteren für Ältere in Lingen sein“, so Ripperda. Sie möchte die Bürgerinnen und Bürgern über die vielfältigen Aktivitäten und über aktuelle wissenswerte Angebote informieren. Die Artikel sollen generationsübergreifend zur Diskussion anregen um miteinander im Gespräch zu bleiben.

Aus einem früheren Netzwerk von Vereinen und Verbänden der Stadt wie FZL, MGH, DRK, AWO, VHS, etc., entstand die Idee, eine Lingener Seniorenzeitung herauszugeben. Diese Idee wurde von der Lingener Seniorenvertretung umgesetzt.

Die erste Ausgabe erschien im Sommer 2013. Mit der zweiten Ausgabe im Dezember 2013 erhielt sie ihren Namen „Drehscheibe“. Jede Ausgabe umfasst 22 Seiten. Seit 2019 gibt es vier Ausgaben im Jahr. Die gesamte Auflage der „Drehscheibe“ beträgt zurzeit 2.500 Exemplare.

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Dienstag, 05. Januar 2021


Masken-Lieferservice soll Schlangestehen verhindern

Apotheker bietet Service für Senioren und Risikopatienten

Von Wilfried Roggendorf

LINGEN Situationen wie Mitte Dezember verhindern: Dies ist das Ziel der Lingener Seniorenvertretung und des Apothekers Michael Koop. Damals durften Menschen ab 60 Jahren und Risikopatienten drei kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken abholen. Und genau diese standen dann in den Warteschlangen.

Jetzt startet eine ähnliche Aktion. "Die Krankenkassen verschicken an Senioren und Risikopatienten Coupons, die zum Empfang von sechs FFP2-Masken berechtigen", erklärt Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Lingener Seniorenvertretung. Die Ausgabe der Masken soll ab Mittwoch, 6. Januar, erfolgen.















Mehr als nur diese eine FFP2-Maske wird die pharmazeutisch-technische Assistentin Lynn Leugers in den nächsten Tagen in der Lookenapotheke ausgeben

Foto: Wilfried Roggendorf

Alternative überlegt

Dass Risikopatienten nicht wieder, wie im Dezember, in den Warteschlangen stehen, ist ein gemeinsames Anliegen von Ripperda und Apotheker Koop. "Risikopatienten gehören nicht dahin, wo viele Menschen sind", sagt Koop. Deswegen habe er sich eine Alternative überlegt und sie mit der Seniorenvertretung besprochen.


Diese Alternative besteht in einem Lieferservice, den Koop anbietet. "Damit können auch Menschen, die nicht mobil sind oder nicht herausgehen wollen, ihre Coupons für die FFP2-Masken einlösen", erklärt Ripperda. Der Lieferservice sei kostenlos. Lediglich die von den Krankenkassen festgelegte Gebühr von 2 Euro je Coupon werde fällig. Einen solchen Lieferservice mit allen Lingener Apotheken anzubieten, wäre für die Seniorenvertretung nach Ansicht von Ripperda schwierig geworden: „Wir brauchten einen Partner, der auch die Logistik hat.“


Koop hatte bereits im Dezember 25.000 FFP2-Masken persönlich in Kassel abgeholt, da ihm sonst die Anlieferung zu lange gedauert hätte. "Ich erwarte derzeit eine Lieferung von weiteren 30.000 Masken", sagt der Apotheker.


Ihm ist bewusst, dass seine Kooperation mit der Seniorenvertretung und der Lieferservice bei seinen Kollegen "keine Jubelstürme auslösen" werden. Er weist deshalb darauf hin, dass jeder in seine Hausapotheke gehen und dort den Coupon für die Masken einlösen könne. "Den Lieferservice soll nur der in Anspruch nehmen, der auch wirklich darauf angewiesen ist", sagt Koop.


Erreichbar sei der Lieferservice unter Tel. 0591 9010045. Dort könnten auch Abholtermine vereinbart werden. Für Koop ist nicht wichtig, wo jemand seine FFP2-Maske bekommt. "Wichtig ist, wie bei jeder Maske, dass sie richtig getragen wird", betont der Apotheker. Mund und Nase müssten bedeckt sein.

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Sonntag, 20. Dezember 2020


Hochbetagte schützen

Seniorenvertretung verlangt kostenlose Testmöglichkeiten

Lingen (eb) - Die Regierungschefs der Länder haben in ihrem Beschluss vom 13.12.2020 Schutzmaßnahmen für Menschen in Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen (Ems) hält die vorgesehenen Schutzmaßnahmen für sinnvoll.

So soll in Regionen mit erhöhter Inzidenz der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für Besucher von Pflegeeinrichtungen verbindlich werden. Die Seniorenvertretung fordert jedoch, dass die verpflichtenden Tests in bzw. vor den Einrichtungen durchgeführt werden.

Meta Scharf, Mitglied der Seniorenvertretung erklärt: „Es kann den häufig selbst hochaltrigen Angehörigen nicht zugemutet werden, sich selbst – immer wieder – um einen solchen Test zu kümmern und dazu kreuz und quer durch ihre Stadt oder den Landkreis fahren zu müssen. Von den hohen Kosten ganz zu schweigen, die ein Teil der Angehörigen gar nicht aufbringen könnte. Wenn es hier nicht zu einer guten Lösung kommt, dann ist den am schwersten Betroffenen nicht geholfen.“

Das Bund und Länder mit den neuen Beschlüssen die Corona-Fallzahlen deutlich reduzieren wollen, begrüßt Gustav Dietrich, Mitglied der Seniorenvertretung. Dies sei gerade für die besonders gefährdeten von hoher Relevanz. 

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Freitag, 18. Dezember 2020


Senioren begrüßen Corona-Tests

LINGEN Für Menschen in Alten- und Pflegeheimen gelten besondere Schutzmaßnahmen. So soll in Regionen mit erhöhter Inzidenz der Nachweis eines aktuellen negativen Corona-Tests für Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen verbindlich werden. Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen hält die vorgesehenen Schutzmaßnahmen für sinnvoll.

Sie fordert eigenen Angaben zufolge jedoch, dass die verpflichtenden Tests in beziehungsweise vor den Einrichtungen durchgeführt werden. „Es kann den häufig selbst hochaltrigen Angehörigen nicht zugemutet werden, sich selbst – immer wieder – um einen solchen Test zu kümmern und dazu kreuz und quer durch ihre Stadt oder den Landkreis fahren zu müssen. Von den hohen Kosten ganz zu schweigen, die ein Teil der Angehörigen gar nicht aufbringen könnte“, wird Meta Scharf von der Seniorenvertretung zitiert.

pm 

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Montag, 23. November 2020


Was wünschen sich Senioren?

Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Campus gestartet

Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Rund 14.600 Lingener sind 60 Jahre oder älter. Was bewegt diese Menschen, was brauchen sie, was wünschen sie sich? Antworten möchte die Lingener Seniorenvertretung finden. Deshalb startet sie in Zusammenarbeit mit dem Campus Lingen eine Umfrage.

"Eigentlich sollte die Meinung der Senioren mit einer Straßenumfrage ermittelt werden", sagt Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Lingener Seniorenvertretung. Doch eine solche ist wegen der Corona-Pandemie nur schlecht durchführbar. "Also mussten wir uns etwas anderes überlegen", erläutert Ripperda.

Eine Arbeitsgruppe der Seniorenvertretung stellte einen Themenkatalog auf. Dieser umfasst die Bereiche Einkaufen und Barrierefreiheit, ärztliche und pflegerische Versorgung, Mobilität, Wohnen, Kulturangebot, Freizeitangebot, ehrenamtliches Engagement, digitale Teilhabe, Beratungsangebot und die Seniorenvertretung selbst.

Thema beinhaltet sozialen Aspekt

"Mit diesem Themenkatalog haben wir uns im März an den Campus gewandt und um Unterstützung gebeten", sagt Ripperda. Prof. Frank Blümel habe diese zugesichert. Nun befasst sich eine Arbeitsgruppe des 5. Semesters des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaftslehre und Management mit der Umfrage. Zu ihr gehört auch Studentin Melanie Dumler. "Unter den für die Projektarbeit angebotenen Themen hat mich die Umfrage der Seniorenvertretung am meisten interessiert", sagt Dumler. Der Grund: Das Thema beinhalte auch einen sozialen Aspekt.

Studierende entwickeln Fragebogen

"Wir haben uns bei mehreren Treffen mit der Arbeitsgruppe der Seniorenvertretung über den Themenkatalog unterhalten und daraus einen Fragebogen entwickelt", erläutert die Studentin das weitere Vorgehen. Jetzt hofft Ripperda, dass möglichst viele Lingener Senioren an der Umfrage teilnehmen. Verteilt wird der Fragebogen über Vereine, Verbände und Initiativen sowie durch die Vorstandsmitglieder der Seniorenvertretung. Er steht zudem online unter www.seniorenvertretung-lingen.de zur Verfügung und kann dort heruntergeladen werden. Außerdem kann er bei der Geschäftsstelle der Seniorenvertretung unter Tel. 0591 4609 angefordert werden. "Dann schicken wir den Fragebogen zu", sagt Ripperda.

Ergebnisse im Januar erwartet

Die ausgefüllten Fragebögen können im Bürgerbüro der Stadt Lingen, Elisabethstraße 14-16, oder bei der Geschäftsstelle der Seniorenvertretung, Emdener Straße 7, 49809 Lingen, abgegeben werden. Die Umfrage läuft bis zum 15. Dezember. Danach machen sich Melanie Dumler und drei weitere Studierende, die zur Arbeitsgruppe gehören, an die Auswertung. Mit den Ergebnissen rechnen sie für Mitte Januar.


 











Studentin Melanie Dumler und Johannes Ripperda präsentieren den Fragebogen für Senioren.                                                                                        Foto: Wilfried Roggendorf

 

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Sonntag, 22. November 2020

- DIGITAL -

ÄLTERE SOLLEN SICH EINMISCHEN

Selbstbewusste Lingener Senioren: Unsere Stimme muss gehört werden

Von Ludger Jungeblut

Lingen . Die seit mehr als 30 Jahren bestehende Seniorenvertretung Lingen hat die Erwartung geäußert, dass so drastische Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie wie im Frühjahr nicht erneut erforderlich werden. Die Älteren hätten sehr unter den fehlenden Kontakten gelitten.

 Darauf hat Edeltraud Sänger in einer Pressemitteilung nach einer digitalen Vorstandssitzung hingewiesen .Die Vorsitzende Ingrid Hermes betonte: „Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, ältere Menschen an politischen Entscheidungen zu beteiligen.“ Auch mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen sei es notwendig, dass die Anliegen von Senioren gehört würden. Seit mehr als 30 Jahren habe es sich die Seniorenvertretung zur Aufgabe gemacht, sich für ein gutes und selbst bestimmtes Leben aller einzusetzen, hieß es in der Sitzung. 

Ein großes Potenzial

Die Seniorenvertretung weiß um das große Potenzial der Älteren und möchte Mut machen, sich vermehrt gesellschaftlich und politisch zu beteiligen und Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen zu übernehmen. Jürgen Dietrich, Mitglied der Seniorenvertretung: „Gerade im Alter haben wir die Freiheit und auch die Verantwortung, unsere politische Meinung zu äußern und aktiv zu werden.“

Seniorenvertretungen in derzeit 1300 Kommunen sind der Mitteilung zufolge ein Beispiel dafür, wie ältere Menschen vor Ort die Politik und gesellschaftliches Leben mitgestalten können. Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung, erinnerte noch einmal daran, wie wichtig es sei, die Stimme der Senioren auch auf kommunaler Ebene zu hören und als gleichberechtigte Akteure ernst zu nehmen.




Der Vorstand der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen ermutigt zu politischem Engagement. Das Foto wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen.

                                                                                                                                        Foto: Richard Heskamp

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Sonntag, 22. November 2020


Selbstbestimmtes Leben

Seniorenvertretung ermutigt zu politischem Engagement

Lingen (eb) – Die Seniorenvertretung Lingen möchte ältere Mitbürger zu politischem Engagement ermutigen.

Es ist unstrittig, dass ältere Menschen einen entscheidenden Beitrag dazu leisten können, die aktuellen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Unstrittig ist auch, dass es besonders dann gelingt, wenn Ihnen auf allen Ebenen verantwortliche Teilhabe ermöglicht wird und das Miteinander der Generation gefördert wird, heißt es in der Mitteilung.


In der letzten - Digital durchgeführten Vorstandssitzung – erklärte die Vorsitzende Ingrid Hermes: „Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, ältere Menschen an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Auch mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen ist es notwendig, dass die Anliegen von Seniorinnen und Senioren gehört werden.“

 

Seit mehr als 30 Jahren hat es sich Seniorenvertretung zur Aufgabe gemacht, sich für ein gutes und würdevolles Leben aller einzusetzen. „Dass wir als Gesellschaft die Corona-Zeit geeint überstehen und die notwendigen Einschränkungen nicht zu Lasten der Seniorinnen und Senioren gehen sollte selbstverständlich sein“, so Edeltraud Sänger, Mitglied der Seniorenvertretung. „Darum sollten so drastische Einschränkungen, wie zu Beginn der Pandemie, nicht wieder erforderlich werden.

 

Die Seniorenvertretung weiß um das großes Potenzial der Älteren und möchte Mut machen, sich vermehrt gesellschaftlich und politisch zu Beteiligen und Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen zu übernehmen. Jürgen Dietrich, Mitglied der Seniorenvertretung: „Gerade im Alter haben wir die Freiheit und auch die Verantwortung, unsere politische Meinung zu äußern und aktiv zu werden“.

 

Seniorenvertretungen in derzeit 1.300 Kommunen sind ein Beispiel dafür, wie ältere Menschen vor Ort die Politik und gesellschaftliches Leben mitgestalten können. Johannes Ripperda, Geschäftsführer der Seniorenvertretung erinnerte noch einmal daran, wie wichtig es ist, die Stimme der Seniorinnen und Senioren auch auf kommunaler Ebene zu hören und als gleichberechtigte Akteure ernst zu nehmen.



Der Vorstand der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen ermutigt zu politischem Engagement. Das Foto stammt aus dem vergangenen Jahr.

Foto: Richard Heskamp 

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 Dienstag, 01. September 2020

Flott und sicher: Training für Pedelecfahrer in Lingen 

Gutschein für Kursus beim Kauf

Von Thomas Pertz

LINGEN  Wer bei kräftigem Gegenwind auf dem Fahrrad einen anderen Radfahrer locker an sich vorbeiziehen sieht, weiß: Da ist vermutlich jemand mit technischer Unterstützung unterwegs. Dass Letzteres nicht nur ein schönes, sondern auch sicheres Fahrgefühl bleibt, dafür wollen drei Einrichtungen in Lingen sorgen.

Die Zweirad-Innung Lingen und die Verkehrswacht Lingen bieten nämlich in Kooperation mit der Seniorenvertretung der Stadt ein kostenloses Sicherheitstraining für Neubesitzer von Pedelecs an. Beim Erwerb eines solchen Fahrrades in einem der Zweiradbetriebe im Altkreis Lingen gibt es einen entsprechenden Gutschein.

Pedelecs, E-Bikes - worin liegt der Unterschied? Die Bezeichnung "E-Bike" ist häufiger zu hören. Der größte Anteil aller angebotenen E-Bikes sind eigentlich Pedelecs. Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig.

E-Bikes fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Dieses System ist ab sechs Kilometer pro Stunde zulassungspflichtig.

„E-Bikes eher selten“

Deshalb werden E-Bikes eher selten angeboten. "Der Verkauf liegt bei uns bei unter ein Prozent", erklärte Zweiradhändler Hermann Krone aus Schepsdorf. Überwiegend verkauft würden Pedelecs, sagte der Obermeister des Zweiradmechanikerhand-werks in Lingen.














Foto: Thomas Pertz

Krone, Ingrid Hermes, Vorsitzende der Seniorenvertretung in Lingen, ihr Kollege Johannes Ripperda und Franz Kleene von der Verkehrswacht in Lingen warben in einem Pressegespräch für das kostenlose Sicherheitstraining beim Kauf eines Pedelecs. "Dafür haben wir auf dem Verkehrsübungsplatz an der Schüttorfer Straße sehr gute Voraussetzungen", sagte Kleene. Der Lingener engagiert sich seit vielen Jahren rund um das Thema Sicherheit, egal, ob jemand auf vier oder zwei Rädern unterwegs ist.

"Wir begrüßen ein solches Sicherheitstraining", sagte Obermeister Krone. Es gehe beim Umgang mit einem Pedelec im Übrigen nicht nur um die Einschätzung des eigenen Fahrverhaltens, sondern auch um das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. "Autofahrer unterschätzen, dass jemand auf einem Pedelec viel schneller an einem bestimmten Punkt ist als jemand auf dem Fahrrad", sagte Kleene.

Neubesitzer von Pedelecs, die ihren Gutschein für ein Sicherheitstraining einlösen wollen, können sich bei Franz Kleene unter 0171/7517970 oder per Mail an franz.kleene@web.de melden.

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Sonntag, 23. August 2020


Seniorenvertretung  in Lingen fordert einen „Digitalpakt Alter" 


LINGEN (eb)  Der Zugang zum Internet muss für alle Bürger unabhängig von ihrem Alter gewährleitet sein. Das ist aus Sicht der Seniorenvertretung der Stadt Lingen das zentrale Ergebnis des achten Altersberichts der Bundesregierung „Ältere Menschen und Digitalisierung“, der in Berlin vorgestellt wurde.

Die Altersberichtskommission hat die große Bedeutung der Digitalisierung für das Leben älterer Menschen in den Fokus gerückt. Die Seniorenvertretung fordert in ihrer Stellungnahme zum Altersbericht - analog zum „DigitalPakt Schule“ - einen „Digitalpakt Alter“.

„Teilhabe und Teilnahme am konkreten Leben bedeuten Lebensqualität – auch in den Jahren obendrauf. Bescheid wissen, mitreden und mitmachen helfen. Und die neuen Medien sind dabei eine zusätzliche Chance. Auch bei Krankheit und Immobilität können die digitalen Kontakte eine große Hilfe sein“, so die Vorsitzende der Seniorenvertretung Ingrid Hermes.

Nach Ansicht der Seniorenvertretung müssen älteren Menschen in allen Kommunen niedrigschwellige Angebote zum Erwerb von digitalen Kompetenzen offen stehen, die die Vielfalt der älteren Generationen berücksichtigen. Die Verfügbarkeit des Internets ist für alle zu gewährleisten, unabhängig von Wohnort, Wohnform und finanziellen Möglichkeiten. Dies gilt insbesondere auch für Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die aufgrund mangelnder Internetverbindungen bislang häufig von digitaler Teilhabe ausgeschlossen sind.

Zugleich fordert die Seniorenvertretung in ihrer Stellungnahme das Recht auf ein Leben ohne Internet. Analoge Zugänge und Angebote wie zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten, Fahrscheinkauf, Bankgeschäften und vielem mehr, müssen weiterhin ohne Nachteile wie erhöhte Servicegebühren verfügbar sein.

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                                   Montag, 17. August 2020


„Zugang zum Internet für alle“ 

Seniorenvertretung  in Lingen fordert einen „Digitalpakt Alter" 


LINGEN Der Zugang zum Internet muss für alle Bürger unabhängig von ihrem Alter gewährleitet sein. Das ist aus Sicht der Lingener Seniorenvertretung das zentrale Ergebnis des achten Altersberichts der Bundesregierung „Ältere Menschen und Digitalisierung“, der in Berlin vorgestellt wurde.

Wie die Seniorenvertretung mitteilte, ist in dem Bericht die große Bedeutung der Digitalisierung für das Leben älterer Menschen in den Fokus gerückt. Die Seniorenvertretung fordert in ihrer Stellungnahme zum Altersbericht - analog zum „DigitalPakt Schule“ - einen „Digitalpakt Alter“.

„Teilhabe und Teilnahme am konkreten Leben bedeuten Lebensqualität – auch in den Jahren obendrauf“ erklärte die Vorsitzende der Seniorenvertretung Ingrid Hermes. Es gehe um Bescheid wissen, Mitreden und Mitmachen. Und die neuen Medien sind dabei eine zusätzliche Chance „Auch bei Krankheit und Immobilität können die digitalen Kontakte eine große Hilfe sein“, so Hermes.

Nach Ansicht der Seniorenvertretung müssen älteren Menschen in allen Kommunen niedrigschwellige Angebote zum Erwerb von digitalen Kompetenzen offen stehen, die die Vielfalt der älteren Generationen berücksichtigen. Die Verfügbarkeit des Internets ist für alle zu gewährleisten, unabhängig von Wohnort, Wohnform und finanziellen Möglichkeiten. Dies gilt insbesondere auch für Bewohner von Pflegeeinrichtungen, die aufgrund mangelnder Internetverbindungen bislang häufig von digitaler Teilhabe ausgeschlossen sind.

Zugleich fordert die Seniorenvertretung in ihrer Stellungnahme das Recht auf ein Leben ohne Internet. Analoge Zugänge und Angebote wie z.B. bei Behördenangelegenheiten, Fahrscheinkauf, Bankgeschäften und vielem mehr, müssen weiterhin ohne Nachteile wie erhöhte Servicegebühren verfügbar sein.

Für den Einsatz von digitalen Technologien in der Pflege befürwortet die Seniorenvertretung die Empfehlung der Altersberichtskommission, diese immer nur unterstützend, niemals als Ersatz einzusetzen. Ethische Fragen sollten frühzeitig und unter Einbeziehung der Betroffenen diskutiert werden.                        pm

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Sonntag, 29. März 2020


Betrügern das Handwerk legen

Experte warnt vor Gutgläubigkeit

Lingen (eb) – Smartphones, Tablets, Skype und WhatsApp – all das gehört heute auch für ältere Menschen zum Alltag. So ist man rund um den Globus mit Kindern, Enkel und Freunden in Verbindung. Welche Gefahren im Internet lauern, welche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden sollten und wie man mit den sozialen Medien richtig umgeht, dazu sprach Polizeihauptkommissar Peter Siebert, Prävention Neue Medien der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, in einer Informationsveranstaltung der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen (Ems).

 

Herr Siebert informierte die rund 100 Gäste umfangreich zu den Themen Umgang mit dem Smartphone, Link oder gelinkt werden, Handyklau, Drittanbietersperre, WhatsApp, Enkeltrick sowie Warnung vor falschen Polizisten. Die Polizei warnt aktuell vor Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgeben. Durch technische Manipulationen können die Täter sogar offizielle Telefonnummern der Polizei im Display des Telefons übertragen. Wichtig ist zu wissen, dass die Notrufnummer der Polizei „110“ nie übertragen wird und bei Erscheinen im Display somit auf eine technische Manipulation hinweist.

 

In seinen Präventionstipps erläuterte Herr Siebert, wie man sich vor solchen Anrufen schützt. Auch fordert die Polizei per Telefon oder Internet nie dazu auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen, um Ermittlungen zu unterstützen. Der Hauptkommissar wies darauf hin, hier misstrauisch zu sein. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Man sollte sich immer die Zeit nehmen, um mit Angehörigen oder einer Vertrauensperson Rücksprache zu halten. Auch durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen.

 

Aus Sicherheitsgründen kann es auch sinnvoll sein, die angezeigte Telefonnummer mit der offiziellen Telefonnummer der Polizeidienststelle über das Telefonbuch oder das Internet abzugleichen. Stimmen die Telefonnummern nicht überein, sollte man die angezeigte Rufnummer nicht zurückrufen, sondern in verdächtigen Fällen umgehend den Notruf (die „echte“ 110) verständigen. Wird man am Telefon bedrängt, ist es nicht unhöflich, einfach aufzulegen.

 

Übrigens weisen sich Polizisten in ziviler Kleidung vor Ort mit einem Dienstausweis aus und haben Verständnis dafür, dass man gegebenenfalls bei der Polizeizentrale nachfragt. Ein weiteres Thema galt den Mails. Siebert erläuterte, dass Banken nie per Emails ihre Kunden auffordern, sich zu melden, um Sicherheitslücken zu schließen oder Kontoeinschränkungen zu beheben. Diese Mails sollten ignoriert und gelöscht werden, schon gar nicht sollte man dem angegeben Link folgen.

 

Er rief dazu auf, verdächtige Vorfälle bei der Polizei anzuzeigen. Auch die Möglichkeit, Anzeigen online zu erstatten unter www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de wurde praktisch geprobt und live durchgespielt. „Hier galt auch insbesondere der Hinweis, dass Betroffene und somit vielfach Opfer sich nicht schämen sollten, Anzeige zu erstatten. Schämen sollten sich die Täter“ teilte die Seniorenvertretung abschließend mit.

















Poliizeihauptkommissar Peter Siebert sprach bei der Informationsveranstaltung der Seniorenvertretung Lingen                                                                     Ahlrichs-Foto

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Donnerstag, 26. März 2020


Mitarbeiter in der Pflege wollen mehr Anerkennung

Seniorenvertretung besucht Einrichtungen

 

LINGEN Pflegenotstand, fehlendes Personal, negative Berichte über Pflege. Wie sieht es in Lingen aus? Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen informierte sich laut Pressemitteilung vor der Corona-Krise über die Situation in den Einrichtungen.

 

Die acht Lingener Pflegeeinrichtungen wurden angeschrieben und von Kursana Domizil, Seniorenresidenz Curanum, Seniorenzentrum Haus Georg, Seniorenwohnheim Stephanus Haus und der Seniorenresidenz Emsauenpark (Alloheim) erhielt die Seniorenvertretung eine Einladung zum Gespräch.

 

Im Vorfeld des Besuches wurde den Hausleitungen einen von der Seniorenvertretung erarbeiteter Fragenkatalog zugesandt, der als Grundlage für die Gespräche diente. „In allen Häusern wurden die genannten Themenbereiche sehr offen und vertrauensvoll miteinander besprochen, erörtert und erläutert“, heißt es in der Mitteilung.

 

Die größte Sorge ist in allen Einrichtungen das fehlende Personal an allen Ecken und Kanten. So könne nur mit enormen Aufwand und viel persönlichem Einsatz von engagierten Mitarbeitern und Mitarbeitern die Qualität sichergestellt werden, hieß es. Fehlendes Personal zwingt aber auch bereits zu Schließungen von Kapazitäten.

 

Wie Mitarbeiter erzählten, sei es nicht nur eine Frage der Bezahlung. Vielmehr sei es die fehlende Anerkennung und Wertschätzung der pflegenden Berufe und die wechselnden, nicht gerade familienfreundlichen Arbeitszeiten in der gesamten Woche, einschließlich Wochenende. Unisono gab es auch Klagen über die ausufernde Dokumentation. Die Zeit fehlt für Pflege und Zuwendung.


Durch diese Gespräche haben die Mitglieder der Seniorenvertretung einen tiefen Einblick in die Arbeit der Pflegeheime gewonnen und gesehen, wie schwer es ist, alle Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörigen gerecht zu werde. Das Versprechen der Seniorenvertretung war, die Anliegen weiterzutragen in die gesellschaftlichen, politischen und medialen Bereiche.

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Personal fehlt an allen Ecken

Seniorenvertretung besucht Alten- und Pflegeeinrichtungen in der Stadt Lingen

Lingen (eb) - Pflegenotstand, fehlendes Personal, negative Berichte über Pflege. Wie sieht es in unserer Stadt aus? Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen hat sich kürzlich über die Situation in den Einrichtungen informieren.

 

Die acht Lingener Pflegeeinrichtungen wurden angeschrieben und von Kursana Domizil, Seniorenresidenz Curanum, Seniorenzentrum Haus Georg, Seniorenwohnheim Stephanus Haus und der Seniorenresidenz Emsauenpark (Alloheim) erhielt die Seniorenvertretung eine Einladung zum Gespräch.


Im Vorfeld des Besuches wurde den Hausleitungen einen von der Seniorenvertretung erarbeiteter Fragenkatalog zugesandt, der als Grundlage für die Gespräche diente. In allen Häusern wurden die genannten Themenbereiche sehr offen und vertrauensvoll miteinander besprochen, erörtert und erläutert.











Die Mitglieder der Seniorenvertretung Lingen in der Seniorenresidenz Emsauenpark mit Sabrina Schröder (5..v.l.), Pflegedienstleitung, Bernd Woithek (7.v.l.), Heimleitung und Katrin Feldmann (9.v.l.), Qualitätsmanagement                                                                                                                    Seniorenvertretung-Lingen-Foto

Es gab detaillierte Einblicke und Informationen zur Einrichtung (Träger, Ausstattung, Verweildauer, Personal in den verschiedenen Bereichen, usw.), zur Koordination (Ansprechpartner für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter), zur Kooperation (Kirchen, Schulen, Vereine, ehrenamtliche..), zu den Veranstaltungen intern und extern und zur wertschätzenden und gesundheitsstärkende  Fürsorge für das haupt- und ehrenamtliche Personal.

Die größte Sorge übergreifend ist das fehlende Personal an allen Ecken und Kanten. So kann nur mit enormen Aufwand und viel persönlichem Einsatz von engagierten Mitarbeitern die Qualität sichergestellt werden. Fehlendes Personal zwingt aber auch bereits zu Schließungen von Kapazitäten.

Wie Mitarbeitende erzählten, ist es nicht nur eine Frage der Bezahlung. Vielmehr ist es die fehlende Anerkennung und Wertschätzung der pflegenden Berufe und die wechselnden nicht gerade familienfreundlichen Arbeitszeiten in der gesamten Woche, einschließlich Wochenende. Es wird immer wieder versucht, die einzelnen persönlichen Einsatzmöglichen zu berücksichtigen, doch Pflege endet eben nicht am Freitagnachmittag. Natürlich gab es auch Klagen unisono über die ausufernde Dokumentation. Die Zeit fehlt für Pflege und Zuwendung.

Nach diesen Gesprächen haben die Mitglieder der Seniorenvertretung einen tiefen Einblick in die Arbeit der Pflegeheime gewonnen und gesehen, wie schwer es ist, alle Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörige individuell zu begegnen. Das Versprechen der Seniorenvertretung war, die Anliegen weiterzutragen in die gesellschaftlichen, politischen und medialen Bereiche, teilte die Seniorenvertretung abschließend mit.

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                                        Donnerstag, 19. März 2020

 







Den Tätigkeitsbericht 2019 der Seniorenvertretung überreichten Ursula Ramelow und Johannes Ripperda (2. von links) an Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) und Lingens Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen.                            Foto: Stadt Lingen


"Vorbildlicher Einsatz"

Krone dankt Seniorenvertretung

Lingen Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen hat ihren Tätigkeitsbericht 2019 veröffentlicht. Ein Exemplar des Berichtes über ihre Aktivitäten überreichten die stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ursula Ramelow und Geschäftsführer Johannes Ripperda an Oberbürgermeister Dieter Krone und den Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen.

 

„Sie sind ein wichtiges Sprachrohr für ältere Menschen in unserer Stadt und rücken deren Belange in die Öffentlichkeit. Ihr ehrenamtliches Engagement ist vorbildlich“, dankte Krone laut Pressemitteilung der Stadt der Seniorenvertretung für die geleistete Arbeit. Ramelow und Ripperda stellten einige Beispiele ihrer Aktivitäten vor. So seien seniorenrelevante Themen wie Altersdiskriminierung oder die ärztliche Versorgung bei Informationsveranstaltungen rege diskutiert worden.

 

In Kooperation mit der Schülerfirma des Franziskus-Gymnasiums sowie der Gesamtschule Emsland in Lingen seien erneut Computer-Kurse angeboten geworden. „Auch der Senioren-Campus mit vier Vorlesungen auf dem Campus Lingen war wieder sehr gut besucht“, freute sich Ursula Ramelow.

 

Die Mitglieder der AG „Demografische Aufgaben“ widmen sich der Pflegesituation in den Alten- und Pflegeheimen. Besuche seien schon in fünf Einrichtungen erfolgt, sagte Ramelow. Darüber hinaus war die Seniorenvertretung beim Lingener Freiwilligentag vertreten und hat sich am Weltseniorentag beteiligt. „Mit unserem Seniorenmagazin „Drehscheibe“ halten wir zudem Interessierte regelmäßig auf dem Laufenden“, erklärte Ripperda. Erfreulich seien auch die Zugriffszahlen auf die Internetseite der Seniorenvertretung. „Die Seite ist seit Anfang 2018 online, und im Dezember 2019 wurde der 500 000. Seitenaufruf verzeichnet“, so Ripperda.     pm

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                                           Mittwoch, 11. März 2020

 Sprachrohr für ältere Menschen
Seniorenvertretung in der Stadt Lingen veröffentlicht ihren Tätigkeitsbericht

Lingen (eb) - Die Seniorenvertretung in der Stadt Lingen hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Ein druckfrisches Exemplar des Berichtes über ihre vielfältigen Aktivitäten überreichten die stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ursula Ramelow, und Geschäftsführer Johannes Ripperda an Oberbürgermeister Dieter Krone und den Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen.
 „Sie sind ein wichtiges Sprachrohr für ältere Menschen in unserer Stadt und rücken deren Belange in die Öffentlichkeit. Ihr ehrenamtliches Engagement ist vorbildlich“, dankte Krone der Seniorenvertretung für die geleistete Arbeit. Ramelow und Ripperda stellten einige Beispiele ihrer Aktivitäten vor. So seien seniorenrelevante Themen wie Altersdiskriminierung oder die ärztliche Versorgung bei Informationsveranstaltungen rege diskutiert worden. In Kooperation mit der Schülerfirma des Franziskus-Gymnasiums sowie der Gesamtschule Emsland in Lingen seien erneut Computer-Kurse angeboten geworden. „Auch der Senioren Campus mit vier Vorlesungen auf dem Campus Lingen war wieder sehr gut besucht“, freute sich Ursula Ramelow.  



Die stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung, Ursula Ramelow und Geschäftsführer Johannes Ripperda (2.v.l.) überreichten den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 an Oberbürgermeister Dieter Krone (r.) und Lingens Ersten Stadtrat Stefan Altmeppen.                                                          Stadt-Lingen-Foto

Die Mitglieder der neu gegründeten AG „Demographische Aufgaben“ widmen sich unter anderem der Pflegesituation in den Alten- und Pflegeheimen in Lingen. Besuche seien schon in fünf Einrichtungen erfolgt, sagte Ramelow. Darüber hinaus war die Seniorenvertretung beim Lingener Freiwilligentag vertreten und hat sich am Weltseniorentag beteiligt. „Mit unserem Seniorenmagazin ‚Drehscheibe‘ halten wir zudem Interessierte regelmäßig auf dem Laufenden“, erklärte Ripperda. Erfreulich seien auch die Zugriffszahlen auf die Internetseite der Seniorenvertretung. „Die Seite ist seit Anfang 2018 online und im Dezember 2019 wurde der 500000. Seitenaufruf verzeichnet“, so Johannes Ripperda.

Auf der Internetseite www.seniorenvertretung-lingen.de ist auch der aktuelle Tätigkeitsbericht online abrufbar.

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                                      Mittwoch, 26. Februar 2020

Die Scheu vor neuen Technologien verlieren

Ausstellung „Zukunftsraum Emsland“ macht Station in Lingen – Seniorenvertretung bietet Beratungstermine an

Lingen (eb) - Wie sieht das Wohnen der Zukunft aus? Antworten auf diese Frage gibt der „Zukunftsraum Emsland“, ein Projekt des Landkreises Emsland in Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben aus der Region, den ehrenamtlichen Wohnberatern und der Polizei Emsland Grafschaft Bentheim.

Der Zukunftsraum ist eine „wandernde Ausstellung“, die über neue Technologien im Wohnbereich informiert. Aktuell finden Interessierte den Container in Lingen (Am Wall-Süd 21)  zwischen Kreisverwaltung und Medicus Wesken.

In dem Ausstellungsraum gibt es viel zu entdecken und selbst auszuprobieren: Neben Smart Home Systemen finden sich Lösungen für mehr Energieeffizienz und unterstützende Technik für das alltägliche Leben. Das Angebot richtet sich sowohl an technikaffine Wohnungs- und Hauseigentümer jeden Alters sowie an Pflegebedürftige und deren Angehörige.

Damit insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger die Scheu vor neuen Technologien verlieren, bieten sechs Frauen und Männer der Seniorenvertretung Lingen immer dienstags, 25. Februar, 3. und 10. März, jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr, sowie am 17. und 24. März, jeweils von 14 bis 17 Uhr, ehrenamtliche Beratungstermine für Seniorinnen und Senioren im Zukunftsraum Emsland an.




















Leisten die ehrenamtliche Beratung für Senioren: (v.l.)Walter Ahlrichs, Johannes Ripperda, Konrad Wolf, Ursula Ramelow, Brigitte Brüggmann und Johannes Thelen von der Seniorenvertretung Lingen.

Landkreis-Emsland-Foto 


Darüber hinaus gibt es weitere Beratungsangebote von Polizei (4. und 18. März, 16 bis 18 Uhr) und ehrenamtlichen Wohnberatern (freitags, 13 bis 17 Uhr; samstags, 10 bis 14 Uhr).

„Nach meiner aktiven Zeit als Oberbürgermeisterin der Stadt Lingen engagiere ich mich ehrenamtlich in der Seniorenvertretung. Ich finde es sehr wichtig, dass wir Senioren uns gegenseitig unterstützen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvertretung Lingen, Ursula Ramelow. „Wer Interesse an Technik hat, darf gerne bei uns vorbei kommen und sich anschauen, was einem das Leben heutzutage leichter machen kann. Wir erklären alles und helfen gerne“, so Ramelow weiter. Das Angebot bleibt bis zum 30. März am Standort in Lingen. Infos auf www.zukunftsraum-emsland.de.

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               Donnerstag, 30. Januar 2020


Gertrud Schütte mit Engagement-Preis geehrt

Empfang der Seniorenvertretung in Lingen / Viele Aktivitäten

 

LINGEN Gertrud Schütte ist für ihren 20-jährigen ehrenamtlichen Einsatz für die Seniorenarbeit beim Neujahrsempfang der Lingener Seniorenvertretung  im Waldhotel Neerschulte mit dem Engagement-Preis 2020 ausgezeichnet worden.

 

In der Laudatio erläuterte  die stellvertretende Vorsitzende Ursula Ramelow einer Mitteilung der Seniorenvertretung zufolge die mit der Preisverleihung verbundene Zielsetzung. Damit soll das freiwillige Engagement gewürdigt und als Stützpfeiler einer menschlichen Gesellschaft in den Fokus gestellt werden.  Gertrud Schütte war 20 Jahre Vorsitzende der Seniorengemeinschaft Bramsche.






Zu den Gratulanten von Frau Gertrud Schütte (2.v.l.) gehörten Sigrid Kraujuttis, Erwin Heinen, Ursula Ramelow und Johannes Ripperda (von links).

Foto: Richard Heskamp

Ein vielseitiges Programm lockte viele Interessierte zu den Veranstaltungen. Sie organisierten das jährliche Erntedankfest, Wallfahrten, Tagesausflüge, Seniorengottesdienste und viele Begegnungen innerhalb der Kirchengemeinde Bramsche. Darüber hinaus leiteten sie die Senioren des Dekanats Lingen-Süd der Kath. Kirche. Unermüdlich im Einsatz und immer auf der Suche nach neuen Angeboten.

Sigrid Kraujuttis, Sozialdezernentin des Landkreises Emsland, referierte über den Seniorenstützpunkt Emsland als Partner der Seniorenarbeit. Sie erläuterte die Aufgaben und Ziele des Seniorenstützpunktes, des Pflegestützpunkt Emsland, des Demenz-Servicezentrum und informierte über den Ehrenamtsservice des Landkreises. Als weitere ehrenamtliche Hilfs- und Unterstützungsangebote nannte sie die Nachbarschaftsinitiativen, das Angebot „Mittagstisch“ sowie die ehrenamtlichen Wohnberater, Seniorenbegleiter und Pflegebegleiter.

 

Der Rückblick auf das Jahr 2019 sowie der Ausblick auf geplante Aktivitäten in 2020 standen im Mittelpunkt des Empfanges. In einer Präsentation ließ Ursula Ramelow die Aktivitäten des Jahres 2019 Revue passieren. So gab es unter anderem Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen für Seniorinnen und Senioren, Angebote in Kooperation mit der Gesamtschule des Emslandes in Lingen sowie der Schülerfirma „FRANZ-IT“ des Franziskusgymnasiums Lingen im Bereich Computer-Schulungen und Anleitungen zum Umgang mit Smartphone und Tablett für Senioreninnen und Senioren.

 

„Drehscheibe“

 

Die „Drehscheibe“ als Informationszeitung für ältere Mitbürger erschien 2019 zum ersten Mal mit vier Ausgaben. Dem Redaktionsteam galt hier ein besonderer Dank. Seit Ende Januar 2018 ist die Seniorenvertretung online. Nachrichten, Aktuelles, Termine sowie interaktive Angebote wie Anmeldungen für Veranstaltungen Kontakt mit der Seniorenvertretung und Umfragen gibt es auf den Internetseiten speziell für die Seniorinnen und Senioren in Lingen. Der Internetauftritt hat bis heute über 500.000 Seitenaufrufe zu verzeichnen.

 

Jürgen Dietrich berichtet, dass es in diesem Jahr eine neue Informationsschiene für die Vereine und Verbände und Institutionen gebe. Johannes Ripperda stellte das Programm der Informationsveranstaltungen für das erste Halbjahr vor und erklärte, dass die Seniorenvertretung eine Umfrage unter den Seniorinnen zur ihrer Zufriedenheit in der Stadt plane.

 pm

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                  Sonntag, 8. September 2019


Besuch beim Abgeordneten

Lingen (eb) - Der Vorstand der Seniorenvertretung der Stadt Lingen hat jetzt eine Informationsfahrt nach Hannover auf der Agenda gehabt. Dabei stand der Austausch mit dem Lingener Landtagsabgeordneten Christian Fühner (r.) im Mittelpunkt der Fahrt.



Ziel der Seniorenvertretung war es, einen allgemeinen Überblick über die Arbeit des Landtagsabgeordneten zu gewinnen und ihm einige wichtige Themen der Senioren mit auf den Weg zu geben.

Einen umfangreichen Meinungsaustausch gab es zum Themenfeld der Pflege. Einigkeit bestand darin, dass es vor allem darum gehen wird, eine ausreichende Anzahl an Pflegepersonal zu gewinnen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Seniorenvertretung-Lingen-Foto

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                               Donnerstag, den 13. Juni 2019

Dr. Google ist die falsche Adresse 

Seniorencampus am Campus Lingen zum Thema Gesundheitsinformationen 

Lingen. Zum zweiten Seniorencampus 2019 haben sich rund 65 Zuhörer im großen Vorlesungssaal des Campus Lingen versammelt, um der Vorlesung von Prof. Rosa Mazzola zu folgen. Das Thema lautete „Gesundheitsinformationen und deren inhaltliche Beurteilung für die individuell richtige Entscheidung“. 

„Es ist wichtig, dass wir Bürger kompetent machen, wie Gesundheitsinformationen gefunden, verstanden und konkret in einer gesundheitlichen Situation angewendet werden können“, erklärte Mazzola. Jeder solle sich seine Gesundheitsinformationen in guten Zeiten einholen, da sich der Zugang zu diesen Informationen in schlechten Zeiten noch schwieriger gestalte. Google, Bekannte und Co. würden oftmals Behandlungsempfehlungen vorschlagen, die nicht richtig sein müssen. Vertrauenswürdige, adäquate Quellen seien daher der Schlüssel zur Gesundheitsbildung. Das heißt, sie müssen immer öffentlich zugänglich, für jeden Laien klar verständlich und mit seriösen Primärquellen unterlegt sein. Laut Mazzola könne man nicht in allen Lebensbereichen Experte sein, weil das Leben einfach viel zu komplex geworden sei. Daher benötigten gerade gesundheitliche Entscheidungen – ob für einen selbst oder für jemand anderen – Zeit, die man sich nehmen sollte.















Beim Seniorencampus gab Prof. Rosa Mazzola wertvolle Gesundheitsinformationen und Tipps zum richtigen Umgang mit ihnen.

Foto: Roman Starke/Hochschule Osnabrück

Selbstbestimmung nicht aus der Hand geben

Mazzola appellierte an das Publikum, die Selbstbestimmung nicht aus der Hand zu geben, andere Menschen einzubinden und genügend Fragen zu stellen, um mit Hilfe von Gesundheitsinformationen eine möglichst informierte Entscheidung zu treffen. Marion Winkelmann war erstmalig Besucherin des Seniorencampus und möchte auch beim nächsten Mal wieder dabei sein: „Mir hat die Vorlesung gut gefallen – besonders die Themenfelder Pflege und Entscheidungsfindung fand ich sehr interessant und ich habe Neues für mich mitgenommen.“ Mazzola ist überzeugt vom Konzept und der Funktion des Seniorencampus: „Ich finde es großartig, dass sich die Hochschule nicht nur für die klassische Zielgruppe der Studierenden, sondern auch für die ältere Generation öffnet“, erklärte sie. „Bildung ist inzwischen zum Trend geworden. Ein jeder sollte Zugang zu Bildung haben, wenn es doch auf so viele Lebensbereiche Einfluss nimmt.“

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Niemand bleibt für immer jung

Seniorenvertretung Lingen lädt zum Vortrag über Altersdiskriminierung ein

Lingen (eb) - Anlässlich einer Informationsveranstaltung der Seniorenvertretung in der Stadt Lingen hat Hanne Schweitzer vom Büro gegen Altersdiskriminierung, Köln einen Vortrag gehalten.

 

Das Alter ist in aller Munde, denn es betrifft irgendwann alle. Es gibt Altersgrenzen, Vorurteile und ungleiche Behandlungen wegen des Alters.

 

Dies erleben Jüngere wie Ältere. Junge Leute kennen den Satz: „ Das kannst du nicht, dir fehlt die Erfahrung. Ältere hören: Das kannst du nicht mehr, deine Erfahrungen sind heute nichts mehr wert, die Zeiten haben sich geändert.“  Bei der Recherche sei Hanne Schweitzer aufgefallen, dass es in Lingen für viele Gruppen Ermäßigungen gebe, führte Frau Schweitzer an. Für Rentner seien diese, außer wenigen Ausnahmen, nicht vorhanden.

 

Nicht erst seit heute, schon immer wurden die Generationen mal umworben mal angegriffen, wie gerade die wirtschaftliche Lage oder die gesellschaftpolitische Situation es brauchte. In der Zeit der Jugendarbeitslosigkeit waren es die Älteren, die ihnen die Stellen wegnahmen, nun sind es die Älteren, die durch die Renten die Lasten auf die Jüngeren übertragen. So wird durch nicht haltbare Vorurteile Meinung manipuliert und polarisiert.

 

Hanne Schweitzer berichtete unter anderem, dass zum Beispiel auch der demografische Wandel nicht über Nacht passierte. Bereits seit 1875 sinkt die Zahl der Geburten, der sich natürlich durch den Pillenknick noch verschärfte. Die demografische Veränderung stand also nicht plötzlich vor der Tür, er wurde von den Politikern schlichtweg nicht rechtzeitig aufgegriffen. Auch der Pflegenotstand ist kein neues Problem. Schon 2002 wurde festgestellt, dass 40.000 Stellen unbesetzt sind. Beim Thema Pflege wirkt sich die Altersdiskriminierung besonders zu Lasten der Frauen aus: die meisten Pflegekräfte sind Frauen und die meisten Pflegebedürftigen auch. Weiter genannt als Diskriminierung wurde auch der Versicherungs- und Bankenbereich, die willkürlich und verständlichen Altersbegrenzungen in den einzelnen Berufen und im Ehrenamt. U.a.  Notar bis 70, Schöffe nur bis 70. Auch der Anspruch auf Brustkrebsvorsorge gilt nur von 50 bis 69 Jahre.

 

Viele drastische Beispiele folgten, die die Benachteiligung untermauerten. Einige Aussprüche von Prominenten zum Alter machten betroffen und nachdenklich, wie gedankenlos Menschen entwürdigt werden. Dabei heißt es in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union: „Ältere Menschen haben das Recht auf ein würdiges und unabhängiges Leben und auf Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben.“ Was in der Charta steht, sollen die Kommunen realisieren. Dazu ist es wichtig über die Generationen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen, und alle – jung und alt, weiblich und männlich mit einzubeziehen. Nicht gegeneinander nur miteinander wird es gelingen, hier in unserer Stadt gute Bedingungen zu erzielen. Die Seniorenvertretung Lingen hat bereits einen Arbeitskreis zusammen mit dem Kinder- und Jugendparlament.








Frau Ramelow (l.) bedankte sich bei Frau Schweitzer für den umfassenden Vortrag.                                                                                                Seniorenvertretung-Foto

Zum Schluss gab Frau Hanne Schweitzer noch einen Tipp: Sterbegeld gehört zum Schonvermögen und darf nicht zur Deckung von Pflegegeld herangezogen werden und es ist Hartz IV sicher. Ursula Ramelow, 2. Vorsitzende der Seniorenvertretung bedankte sich für den umfassenden Vortrag. Ein herzliches Dankeschön galt auch Reinhard Falkuß, der die Vortragsreihe durch gymnastische Übungen auflockerte.

 

Ursula Ramelow wies auf die nächste Informationsveranstaltung am 19.9. (Do., 15 Uhr) mit dem Thema „Ärztliche Versorgung in Lingen!?“ mit dem Ärztenetz GENIAL Lingen um 15 Uhr in der Halle IV hin.

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